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| IMC Wiki | Obstruktive Uropathien

Obstruktive Uropathien

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Inhaltsverzeichnis:



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Abflussbehinderungen, obstruktive Uropathien, werden unterschieden nach dem zeitlichen Verlauf und den Ursachen
  • akut
  • akut rezidivierend
  • chronisch
  • progredient
  • benigne Stenosen
  • maligne Stenosen
  • Verschlüsse
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Ursachen der Harnstauung

Ursachen der obstruktiven Uropathie sind:

angeborene erworbene
subpelvine Harnleiterstenosen
primär obstruierende
Megaureteren
Hufeisennieren mit Stenose
Meatusstenose
Harnröhrenstenose
Harnröhrenklappen
Harnsteine
supravesikale Ureterstriktur
intrauretere Steinleisten
Papillennekrosen
Koagel (Blutungen)
Harnleiterkompression
(Schwangerschaft, Tumoren)
vesikale Obstruktionen
(Harnleiterostien, nervale Ausfälle, Strahlenfibrose, Tuberkulose, Tumoren)
subvesikale Obstruktionen,
Prostataleiden, Karzinome, Harnröhrenstrikturen, Verletzungen der ableitenden Harnwege

Beruht die Obstruktion auf langsam sich entwickelnden Strukturveränderungen, z. B. das Wachstum eines benignen Tumors, geht die Niere häufig stumm zugrunde und wird dann häufig nur zufällig entdeckt. Dagegen sind akute Verschlüsse dramatische Ereignisse mit massivsten Schmerzen und schwersten Krankheitssymptomen, der Notarzt ist gefordert.

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Pathophysiologisch verlaufen obstruktive Uropathien nach folgendem Schema (am Beispiel des Steinverschlusses):
Phase I: Durchblutung, Glomerulusfiltrat und Drücke steigen an (in Stunden)
Phase II: Vasokonstriktion, absindender Glomerulusfiltrat, Untergang von Parenchym (Wochen)
Phase III: Entwicklung der Hydronephrose (Monate)

Klinik der obstruktiven Uropathien
Obstruktive Uropathien können in jedem Lebensalter auftreten. Die Ursachen sind für bestimmte Lebensabschnitte meistens typisch.

Anamnese
Die Anamnese gibt meistens wichtige Aufschlüsse:
  • Schmerzen, Koliken, Ausstrahlung (Bauch, Rücken,
  • Skrotum bzw. Labien)
  • Trauma, Lokalisation
  • rezidivierende, kontinuierliche, zunehmende Beschwerden
  • bei der Miktion
  • Harn, Farbe, Geruch, plötzlicher Verhalt, Harnstrahl, Blut
Diagnostik
  • Blutanalysen: harnpflichtige Substanzen, Entzündungszeichen, Anämie
  • Harnanalysen
  • Röntgen: Bauchübersicht (Steine, Subileus)
  • Sonographie: Steine, Stauungszeichen, Blasenfüllung, Prostata
  • Computertomographie: Raumforderung,Volumenansammlungen
  • Isotopennephrographie: Ausscheidung
  • Angiographie: Spätstadien - Gewebemasse und Durchblutung
Therapie
Die konservative und operative Therapie, z. B. der Harnsteine als Ursache einer Obstruktion, wird in diesen Abschnitten besprochen. Hier in der Tabelle werden die Prinzipien und Therapieziele aufgeführt.

Therapieprinzip
Urolithiasis Lithotripsie, endoskopische Extraktion,
als äußerste Methode: operative Steinentfernung
Fehlbildungen Ziel ist die Rekonstruktion normaler
anatomischer Verhältnisse und Funktionen
Stenosen Plastische Erweiterung
Klappen Endoskopische Resektion
Endoskopische Erweiterung
Ureterstriktur Resektion komprimierender Tumoren
Nephrostomie
vesikale Obstruktionen Blasenoperation endoskopisch/chirurgisch
Ileumneoblase, Nephrostomie
postvesikale Obstruktionen Prostataadenom: konservativ (Stadium I)
transurethrale Resektion (Stadium II)
Harnableitung (Stadium III) nach Normalisierung der Retentionsschäden:
wie Stadium II
Prostatakarzinom: Prostatektomie, evtl. Bestrahlung,
Elektroresektion, Stent, Orchiektomie, Hormonbehandlung (Estramustin)
Harnröhrenstriktur:
Chirurgische Erweiterungsplastiken
Meatusstenose: Meatotomie