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Nukleotide - Nuklerproteinstoffwechsel, Erkrankungen

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Inhaltsverzeichnis:



Die primäre Gicht, eine erbliche Erkrankung, und die sekundäre Gicht als Ergebnis anderer Erkrankungen wird durch eine pathologische Vermehrung der Harnsäure (aus dem Abbau der Purine) hervorgerufen. Die Ursache kann in der Überproduktion oder gestörten renalen Ausscheidung liegen.

Gichtarthropathie

Definition: #pic#
Durch Urate bei erhöhten Harnsäurespiegeln (Gicht) hervorgerufene Zerstörung der Gelenkknorpel. Initial häufig Zehengrundgelenke, im späteren Verlauf alle Gelenke. Männer mit Übergewicht und Alkoholismus überwiegen statistisch.

Pathologische Anatomie:
akuter Anfall: Uratkristalle, Phagozytose (Granulozyten), Lysosomenschädigung, Mediatoren, Arthritis, Uratkristalle in den oberflächlichen Knorpelschichten, Lysosomenzerstörung des Knorpels, freigesetzte Urate im Stratum synoviale, Granulationen, Gichttophi (zentrale Nekrosen in Granulomen), mehrkernige Riesenzellenfibrose

Klinik:
anfallsartige Schmerzen, Fieber, Leukozytose, gerötete und gespannte Haut über dem befallenen Gelenk, sprunghafter Wechsel von Gelenk zu Gelenk (Podagra, Chirarga);
Auslöser: Kälte, Rotwein, große Mahlzeiten, zellkernreiche (= purinreiche) Nahrungsmittel (z. B. Innereien)

Therapie:
Im akuten Gichtanfall hilft Colchizin. Für die Dauertherapie werden Purinantagonisten (Allopurinol) eingesetzt. Allopurionol #pic# ist ein Analogon des Hypoxanthius. Es wirkt erst als Substrat, dann als Inhibitor der Xanthin-Oxidase, wodurch die Uratsnythese abnimmt.