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| IMC Wiki | Speiseröhre, Transportstörungen

Speiseröhre, Transportstörungen

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Störungen des Transportes der Ingesta durch den Ösophagus werden am häufigsten bei Tumoren, Divertikeln und entzündlichen Stenosen beobachtet. Daneben können solche ausgelöst werden durch:
  • intramurale Pseudodivertikel
  • Membranen und Ringe
  • Plummer-Vinson-Syndrom
  • Fremdkörper
  • Blutungen und Durchblutungsstörungen.
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Membranen und Ringe, Plummer-Vinson-Syndrom

Membranen, in allen Abschnitten des Ösophagus, entstehen auf dem Boden von Reflux oder Verätzung. Daneben treten sie in Verbindung mit der Colitis ulcerosa und Sprue auf. Membranen werden auch ohne Anlass als angeborene Fehlbildungen diagnostiziert.
Beim Plummer-Vinson-Syndrom (Eisenmangelanämie, Schleimhautläsionen im Mund und Pharynx und Dysphagie) entstehen Membranen aus der chronischen Entzündung mit atrophischer Schleimhaut.
Ringe im unteren Ösophagus (Schatzki-Ring) sind fibröse membranartige ringförmige Stenosen oberhalb von axialen Hiatushernien. An der kranialen Seite sind die Ringe mit Plattenepithel überzogen. Ringe treten in mittlerem Lebensalter (mit der Entwicklung der Hernien) aus ungeklärter Ursache auf.

Symptome:
Vom Fehlen jeglicher Beschwerden bis hin zur Dysphagie (lichte Weite < 13 mm), welche intermittierend beim Genuss sehr grober Brocken (Fleisch) auftritt.

Diagnose:
Kontrastmittel-Prallfüllung des Ösophagus - Endoskopie

Therapie:
endoskopische Abtragung, Refluxverhütung (chirurgisch) oder konservativ (Antazida); beim Plummer-Vinson-Syndrom (Präkanzerose) Vorsorgeuntersuchungen endoskopisch und bioptisch

Fremdkörper

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Fremdkörper, bei Kindern versehentlich, bei Erwachsenen häufig in suizidaler Absicht verschluckt, können sich in der Speiseröhre, vor allem im Bereich der physiologischen Engstellen oder vor Stenosen festsetzen, hier eine Münze im oberen Abschnitt.

Symptome:
Bolusgefühl, Schmerzen, Dysphagie

Diagnose:
Röntgenkontrastdarstellung

Therapie:
endoskopische Entfernung, gelingt dies nicht, ausnahmsweise Operation

Komplikationen der endoskopischen Therapie sind vor allem die Ösophagusperforation (Wandverletzung).

Blutungen - Durchblutungsstörungen

Ursachen von Blutungen aus dem Ösophagus sind vor allem erosiv-ulzerierende Entzündungen und Tumoren, welche zu einer chronischen Blutungsanämie führen und Ösophagusvarizen, die zu großen Blutverlusten in kurzer Zeit und akuten Schockzuständen führen können. Man unterscheidet Varizen, welche auf dem Boden der portalen Hypertension entstehen (vgl. Hepatopankreatisches System), von solchen, deren Ursache eine venöse Abflussbehinderung entlang der V. azygos oder der oberen Hohlvene ist.

Symptome:
Eisenmangelanämie (Mikroblutungen) bis hin zu Schocksymptomen (massive Blutung), Teerstühle, blutiges Erbrechen

Diagnose:
Endoskopie

Therapie:
  1. endoskopische Blutstillung
  2. Behandlung des Grundleidens
Lebensbedrohliche Blutungen sind nahezu ausnahmslos auf die Perforation varikös erweiterbarer Venen bei portaler Hypertension zurückzuführen. Diese Situation wird im Kapitel "Hepatopankreatisches System" erläutert (Leberzirrhose).