Das IMC WIKI ist umgezogen...

... zur OREC-Library. Um zur OREC-Library zu gelangen klicken sie auf den folgenden Link:


OREC-Library
Abb. 1
Only for registered users
Abb. 2
Only for registered users
Abb. 3
Only for registered users
Abb. 4
Only for registered users
Abb. 5
Only for registered users

| IMC Wiki | Endokrines System, Strukturen und Funktionen

Endokrines System, Strukturen und Funktionen

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück



Das endokrine System steuert Körperfunktionen durch Botenstoffe, Hormone, welche über entsprechende Rezeptoren in die Abläufe der Körperzellen eingreifen.

#pic#
Die Organe des endokrinen Systems sind der Hypothalamus, die Hypophyse, Nebennierenrinde, das Nebennierenmark, das endokrine Pankreas, die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse, die Eierstöcke und Hoden.

#pic#
Hormone haben unterschiedliche Strukturen, Aminosäurederivate (z. B. Adrenalin), Polypeptide (z. B. Glukagon), Steroidhormone (z. B. Cortisol). Sie werden in Granula des Zytoplasmas der Herstellerzellen gelagert, bei Bedarf über die Zellmembran durch Exozytose in den extrazellulären Raum abgegeben und gelangen von dort über die Kapillaren in den Blutkreislauf. Der Wirkungseintritt erfolgt deshalb relativ langsam, innerhalb von Minuten bis Stunden.
ANZEIGE:
Logo IMC Uni Essen Duisburg
in Kooperation mit
Logo MVZ Kopfzentrum
Zahnimplantate,
Parodontosebehandlungen,
Aesthetische Zahnbehandlungen
zu sehr guten Konditionen
In der Praxis für Zahnmedizin im EKN Duisburg
Weitere Informationen unter www.mvz-kopfzentrum.de

Hormonrezeptoren

Angriffspunkt der Hormone sind bestimmte Zielzellen. Diese sind mit spezifischen Hormonrezeptoren ausgestattet. Sie können auf der Zellmembran, im Zellplasma oder Zellkern angelegt sein.

#pic#
Lipid-Hormone können Zellmembranen passieren und binden Rezeptoren im Zellinneren.
Protein- und Peptid-Hormone binden Rezeptoren an der Zellmembran.
Aminosäuren-Hormone (z. B. Schilddrüsenhormone) binden Rezeptoren im Zellkern.
Die Verbindung Hormon-Rezeptor ergibt den Hormon-Rezeptor-Komplex. Intrazelluläre Hormonrezeptorenkomplexe nehmen unmittelbar Einfluss auf Syntheseleistungen der Zelle.

#pic#
Hormonrezeptorkomplexe der Zellmembran benötigen Botenstoffe für die Aktivierung der Zelle (second messenger). Der wichtigste ist das zyklische Adeninmonophosphat, cAMP. Es stellt die chemische Verbindung von der Zellmembran zum Zellkern und den Organellen her.

Vermittlung der Botschaft über die Zellmembran

#pic#
Bis 1994 war die Vermittlung des Reizes vom Hormonrezeptor in das Zytosol (Zellplasma) unbekannt. Dann entdeckten Martin Rodbell die Funktion des GTP, Alfred Gillman die G-Proteine als Transmitter und wurden 1994 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Damit ist die Übermittlung der vom Hormon überbrachten Botschaft an den Zellkern bzw. an die Organellen lückenlos geklärt. Heute kennt man auch Erkrankungen, die auf Defekten der G-Proteine beruhen, z. B. die Nachtblindheit. Im Bild ist neben dem Ablaufschema das Beispiel des Glykogenabbaues aufgeführt (Gewinnung von Glukose) aus dem Depot (vgl. Speicherung von Kohlenhydraten). Adrenalin ist das Hormon aus dem Nebennierenmark. Es wird an einen β-adrenergen Rezeptor (Betarezeptor) gebunden. G-Proteine vermitteln den Rezeptor-Komplex-Impuls in das Zellinnere, stimuliert Adenylat-Cyclase als Second messenger für den enzymatischen Glykogenabbau zu Glukose. Nach Abschluss des Vorganges werden die aus der reversiblen Rezeptorbindung entlassene Hormone enzymatisch, z. B. in den Lysosomen, abgebaut.