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| IMC Wiki | Gestalt, Körpermaße, Vitalfunktionen, Lebensalter

Gestalt, Körpermaße, Vitalfunktionen, Lebensalter

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Die Gestalt des gesunden Erwachsenen

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Der gesunde Erwachsene besteht über die in den vorausgegangenen Abschnitten dargestellten physiologischen, biochemischen und morphologischen Systeme der Zellen und Gewebe hinaus aus Organen, z. B. der Leber, Niere, Milz u. a., aus Systemen, das sind funktionell zusammengehörende Einrichtungen, z. B. Gefäßsystem, Nervensystem, aus Apparaten, das sind aus Organen und Systemteilen zusammengefasste, unterschiedlich strukturierte Bauteile, wie der Verdauungsapparat, Bewegungsapparat u. a. Alle Zellen, Gewebe und Systeme ordnen sich im Raum zu einem Ganzen. Sie definieren die individuelle Gestalt, die Körpermaße und Leistungsbreite, z. B. die Muskulatur die Körperkräfte.
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Körpermaße und Massen

Beim 70 kg schweren gesunden Erwachsenen verteilen sich die chemischen Substanzen zu:
Wasser: 60 % = 42,0 kg
Proteine: 20 % = 14,0 kg
Lipide: 15 % = 10,5 kg
Kohlenhydrate: 1 % = 0,7 kg
Nucleinsäuren: 1 % = 0,7 kg
Mineralstoffe: 5 % = 3,5 kg

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Gewebemasse, prozentualer Wasseranteil: Bezogen auf die fettfreie Masse beträgt der Wasseranteil sehr konstant 73 %. Relativ große Fettmassen bedeuten einen relativ kleinen Wasserbestand, bezogen auf das Körpergewicht.

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Das Körpergewicht steigt im Idealfall proportional der Körpergröße, weicht in der Praxis vor allem in Abhängigkeit vom Fettbestand und der Muskelmasse nach oben und unten ab. Der Körperbau, unterteilt nach den klassischen Typen von Kretschmer, hat einen gewissen Einfluss.

Fettbestände unter 1/10 und über 1/3 des Gewichtes überschreiten die Grenze des Normalen. Für den Patienten müssen in diesen Fällen die Flüssigkeitsvolumina bestimmt oder wenigstens geschätzt werden, um danach z. B. die Infusionstherapie auszurichten um Über- oder Unterwässerungen zu vermeiden.
Bei Patienten mit Übergewicht, die nicht körperlich arbeiten oder Leistungssport betreiben, umhüllt das Fett eine nahezu unveränderte fettfreie Masse.

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Übergewichtige, die nicht hart körperlich arbeiten, haben unter dem Fettpolster eine annähernd normale fettfreie Masse. Bei schwer körperlich arbeitenden Menschen verteilt sich das Übergewicht rund zu gleichen Teilen auf Fett- und Muskelmasse.
Der relativ hohe Fettbestand stellt einen Risikofaktor sowohl für Entwicklung von Krankheiten wie auch das Überleben bestehender Erkrankungen dar.

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Aus Körpergröße und Gewicht lässt sich die Körperoberfläche berechnen. In der Praxis verwendet man Vordrucke. Mit dem Lineal wird links die Größe, rechts das Gewicht eingestellt, so findet man in der Mitte die Oberfläche. Der Bereich liegt beim gesunden normalgroßen Erwachsenen etwa zwischen 1,6 und 2,3 m2.
In der Biologie spielt die Oberfläche der Organismen eine große Rolle. Kleine Lebewesen haben in Bezug auf ihre Körperoberfläche eine relativ kleine Körpermasse, z. B. der Floh. Große Individuen, z. B. der Elefant, haben bei relativ kleiner Oberfläche eine riesige Masse. Das spielt z. B. im Wärmehaushalt (Kalorienbedarf) eine wichtige Rolle. In der Medizin beziehen sich manche Medikamentendosierungen auf die Körperoberfläche (die meisten auf das Gewicht).

Körperregionen, Ebenen und Richtungen

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Proportionen nach LEONARDO DA VINCI, um 1525

Organ- und Systemfunktionen - Vitalfunktionen

Die in den vorausgegangenen Darstellungen aufgeführten organischen, das heißt aus Zellen und Zellprodukten bestehenden Körperbestandteile, fügen sich zusammen mit den anorganischen chemischen Verbindungen zu den in den folgenden Kapiteln gezeigten Systemen zusammen. Die wichtigsten, unmittelbar für das Überleben im Biotop notwendigen Leistungen werden Vitalfunktionen genannt. Sie beinhalten die Voraussetzungen, um durch Anpassung, Existenzkampf und Revierverteidigung das eigene Leben und das der Art zu erhalten.

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Das Leben der Organismen steckt in den Körperzellen. Außer Einzellern haben alle Lebewesen Einrichtungen, die als Hilfsorgane der Zellfunktion zu begreifen sind. Insbesondere ist es ihre Aufgabe, die Verbindung mit der Umwelt, dem Biotop, herzustellen. Gesunde Organe sind die Voraussetzung für normale Funktionen. Aber auch gesunde Zellen sind die Voraussetzung für normale Organfunktionen. Krankheiten können auf zellulären und übergeordneten Systemläsionen beruhen.

Das Lebensalter

Das Lebensalter des "gesunden Erwachsenen" ist ein wesentlicher Faktor der physiologischen und biochemischen Funktionen. In der westlichen Welt beträgt der Anteil der 60 bis 65-Jährigen derzeit rund ein Fünftel aller Einwohner, mit steigender Tendenz. Bis zum Jahr 2030 rechnet man mit einem Anteil der über 59-Jährigen von 33 %.
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1930 befanden sich auf den Bettenstationen chirurgischer Abteilungen nur etwa 2 % Patienten über 65 Jahre, 1970 10 % und heute etwa 25 %.
Die klinische und apparative Diagnostik bei den "gesunden Senioren" enthüllt stets eine Reihe von Abweichungen der biologischen Funktionen jenseits oder an der Grenze des Normalen. Die häufigsten typischen Altersveränderungen betreffen die in den Tabellen aufgeführten Störungen.

Gesundheitsstörungen bei "gesunden Senioren" über 65 Jahre (Münster 1975 - 570 Probanden)
Herz-Kreislauf 77,7 %
Stütz- und Bewegungsapparat 61,5 %
Atmungsorgane 60,0 %
Diabetes 32,9 %
Nieren und Harnwege 26,8 %
Leber- und Gallenwege 24,5 %
Zerebrovaskuläre 17,5 %

Keiner der hier aufgeführten Probanden fühlte sich krank.

Bei der Planung eines operativen Eingriffes oder invasiver Diagnostik ist es bedeutsam, durch klinische und apparative Analysen die verborgenen Gesundheitsstörungen aufzudecken, um deren Dekompensation im Zusammenhang mit dem Trauma durch prophylaktische Maßnahmen zu verhindern.
Grundsätzlich gilt, dass das hohe Lebensalter als solches keine Kontraindikation für eine chirurgische Operation oder invasive diagnostische und therapeutische Maßnahmen darstellt. Vielmehr sind es die Reserven der Organfunktionen, welche das Pro und Kontra bestimmen.
Die Reaktionen des Organismus auf ein Trauma unterscheiden sich quantitativ in Abhängigkeit vom Lebensalter.

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Die apparativen Untersuchungen alter Menschen bringen die natürlichen Einschränkungen der Gewebestrukturen und Funktionen an den Tag. Sie bedeuten noch keine Krankheit. Erst wenn der physiologische Spielraum unter Einrechnung des Lebensalters unter- oder überschritten wird, spricht man von einer manifesten (offenbaren) Erkrankung.