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Gerinnungsstörungen

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Inhaltsverzeichnis:



Klinik

Symptomatik #pic#
Hauptsymptome der Thrombozytopathien und -penien sind flohstichartige Haut- und Schleimhautblutungen, spontan oder nach geringfügigen mechanischen Traumen, Zahnfleischblutungen, blaue Flecke (Hämatome).
Hauptsymptome der Faktorenmängel sind kleine Traumen, die zu unstillbaren Blutungen nach außen (Bluterbrechen) oder in die Gewebe führen können; Gelenkblutungen, Muskelblutungen, Schleimhautblutungen.
Hauptsymptome der erworbenen Koagulopathien (Verbrauchskoagulopathie, Fibrinolyse, Autoimmunkoagulopathien): große Hämatome, Hämaturie, Haut- und Schleimhautblutungen

Diagnostik
Zählung und Altersbestimmung der Thrombozyten, Gerinnungstests, Faktorenanalysen, Antikörperbestimmung

Therapie
1. Thrombozytopathien: Cortison, Immunsuppression,Milzexstirpation
2. Faktorenmangel: Substitution von Konzentraten der Faktoren
- Prophylaxe: keine Traumen
3. Erworbene Koagulopathien: Gerinnungshemmung mit Heparin bei Verbrauchskoagulopathien
und Ersatz der verbrauchten Faktoren.
Bei Fibrinolyse: Antifibrinolytika (Aminocapronsäure), Substitution von Fibrinogen.
Generell ist bei großen Blutverlusten der Ersatz von Blut
(gewaschene Erythrozytenkonzentrate), konzentrierte Faktoren und Thrombozytenkonzentrate unvermeidbar.
4. Bei Hyperkoagulopathien: Beseitigung der Ursache, z. B. der Hämolyse und Sepsis.
Gerinnungshemmende Substanzen wie Heparin, Marcumar und Acetylsalicylsäure.
Ersatz der verbrauchten Gerinnungsfaktoren.
5. Bei Thrombosen: Thrombolytika, z. B. Streptokinase, Urokinase, Thrombektomie,
Gerinnungshemmung mit Marcumar, Heparin und Acetylsalicylsäure.
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Thromboseprophylaxe

Die Indikation zur Thromboseprophylaxe umfasst Patienten, welche aus den verschiedensten Gründen immobilisiert werden, z. B. nach Knochenbrüchen, und solche, die aufgrund bestimmter Erkrankungen besonders gefährdet sind.

Prophylaxe bei Immobilisation: Frühmobilisation, Bewegungsübungen, elastokompressive Verbände, niedrig dosiertes Heparin, ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Prophylaxe bei Risikopatienten: Risikobehaftet sind Patienten nach thromboembolischen Ereignissen, Polyglobulie, Herzinfarkt, nach chirurgischen Eingriffen, z. B. Carotisdesobliteration (Entfernung von arteriosklerischem Material aus der Hirnschlagader).

Verwendung finden folgende Medikamente:
  • Acetylsalicylsäure (Überwachung der Blutungszeit)
  • Heparin-Hemmdosis (Überwachung: PTT, Thrombinzeit)
  • Heparin low dose (Überwachung: PTT, Thrombinzeit)
  • Cumarine (Langzeittherapie, Überwachung: Quick-Wert)