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Epithelien, Transportfunktion und Transportfunktionsstörungen

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Da Epithelien das Interstitium gegenüber der Außenwelt und den Körperhöhlen abgrenzen, erfüllen sie neben der Barrieren- eine Transportfunktion. Stofftransporte finden transzellulär oder durch Endo-Exozytose interzellulär statt.
Die Barrierenfunktion des Epithels beruht auf der geringen Permeabilität der Schlussleisten (zonula occludens). Sie ist bei einzelnen Epithelarten unterschiedlich.
Relativ undichte Epithelien sind die des Dünndarmes, der Gallenblase, der proximalen Nierentubuli. Mittelgradig dicht sind die Epithelien des Dickdarmes, der distalen Nierentubuli. Dichte Epithelien finden wir lediglich in der Haut und Harnblase. Die relative Undichte des Peritoneums wird für die Peritonealdialyse genutzt.

Epitheltransporte verbrauchen Energie (ATP), aktive Transporte werden durch Transportproteine vermittelt. Sie erfolgen meistens entgegen dem Konzentrationsgefälle. Primär aktiv bedeutet unmittelbaren ATP-Verbrauch, sekundär aktiv heißt mit Carrier.
Die wichtigsten primär aktiven epithelialen Transporte sind:
3 Na+ / 2 K+ - ATPase, Ca++ -, Mg++ -, H+/K+-, H+ - ATPasen

Sekundär: Na+, H+, Na+/2 Cl-/K+
2 Na+/Zucker
Tertiär: Cl-/HCO3, H+/Di, Tripeptide
3 HCO3-/Na+

Passive Transporte verlaufen mit dem Konzentrationsgefälle durch die Lipidphase der Zellmembran oder parazellulär durch Schlussleisten oder den ganzen Interzellulärspalt.
Eine dritte Methode ist der rezeptorvermittele vesikuläre Transport. Antriebskräfte sind Filtrations- und Ultrafiltrationsdrücke, Diffusion, Osmose.
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Pathophysiologie der Transportfunktion von Epithelien

Transportfunktionsstörungen der Epithelien beruhen überwiegend auf angeborenen Defekten, z. B. die renale Glukosurie (Glukoseverluste über Nierenepithelien).
In den Körperhöhlen führen Infektionen, toxische Prozesse und Traumen zu freien Flüssigkeitsansammlungen auf dem Wege über das Epithel, z. B. Pleuraerguss, Aszites, Gelenkergüsse.

Diagnostik der Epithelerkrankungen

Tumoröse Veränderungen des Epithels werden ausnahmslos durch die mikroskopische (histologische) Untersuchung diagnostiziert. Entzündliche Veränderungen bedürfen darüber hinaus einer bakteriologischen Analyse.
Haut und Hohlorgane sind direkt oder mittels endoskopischer Untersuchungen einer Inspektion und Gewebeentnahme (Biopsie) zugänglich. Auf diesem Wege ist auch eine lokale Behandlung möglich.
Läsionen im Körperinneren können zur Gewebeentnahme durch Punktionen entweder transkutan (durch die Haut) oder via Endoskop (Laparoskopie = Bauchspiegelung, Thorakoskopie = Brustraumspiegelung) erreicht werden.
Die Behandlung der typischen Erkrankungen wird in den späteren Kapiteln im Zusammenhang mit ihrer Organzugehörigkeit besprochen.