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| IMC Wiki | Unterkiefer, Komplikationen

Unterkiefer, Komplikationen

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Risiken bei Unterkieferosteotomien

  • Infektionen
  • Blutungen
  • Nervverletzungen
  • Bad splitting
  • Knochennekrose
  • Pseudoarthrose
  • Zahnverletzungen
  • Einengung der Pharynx
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Anatomie des Unterkiefers

Form und struktureller Aufbau

siehe auch: Anatomie des Unterkiefers

In der Umgebung des Unterkiefers verlaufen folgende größere Gefäße:
  • Arteria mandibularis
  • Arteria facialis
  • Arteria lingualis
  • Vena retromandibularis
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Infektionen

Weichgewebe, seltene Ereignisse
  • durch lokale Maßnahmen und antibiotischer Therapie meist problemlos zu behandeln
Knocheninfektionen, seltene Ereignisse
  • Ursache meist insuffiziente osteosynthetische Versorgung
  • keine ausreichende Ruhigstellung
    Therapie:
    • Ruhigstellung und Antibiotikagabe
    • evtl. Osteosynthese

Blutungen

  • Insbesondere Verletzungen der Vena retromolaris können unter Umständen zu lebensbedrohlichen Blutungen führen.
    Therapie: Blutstillung von i.o., ggf. von e.o.
  • selten Verletzung der Arteria facialis am Unterkieferrand mit starken Blutungen
    Therapie: i.o. Blutstillung, ggf. auch e.o.
  • Arteria und Vena mandibularis meist unproblematisch mit bipolarer Pinzette zu stillen (CAVE: Läsion N. mandibularis, evtl. N. lingualis, wenn außerhalb des Unterkiefers)

Nervverletzungen (Aufklärungspflicht!)

N. mandibularis (N. alveolaris inferior)
  • bei Osteotomie möglich, insbesondere bei atypischem Verlauf
    Therapie: Nervnaht
N. lingualis
  • selten, lediglich bei Darstellung der Lingualfläche des Unterkiefers
  • vorsichtiges, streng subperiostales Vorgehen
N. facialis
  • Schädigung am Hinterrand des Unterkiefers möglich
  • bei großen Rückverlagerungen meist reversibel

Bad splitting

  • ungewollte Frakturierung des Unterkiefers bei sagittaler Spaltung
    Therapie: Frakturstabilisation mit Miniplatten und evtl. IMV
siehe: Gelenkfixation

Fixation nach Bad splitting

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Knochennekrose

kann nach völliger vestibulärer und lingualer Denudierung des aufsteigenden Unterkieferastes auftreten. Erhöhte Gefahr bei Gelenkpositionierung und Zug/Stellschrauben.

Prophylaxe
  • modifizierte Schnittführung
  • vestibuläres Anhaften der Weichgewebe an der lateralen Lamelle
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Pseudarthrose

  • selten
  • bedingt durch Infektion und Instabilität
    Therapie: Adäquate Osteosynthese und IMF

Zahnverletzungen

  • temporärer Sensibilitätsverlust für 6-12 Monate
  • nach Segmentosteotomien ca. 10-12%
  • Direkte Zahnschäden heilen in ca. 90% aus.

Einengung des Pharynx

  • bei großen Rückverlagerung möglich
    Therapie:
    • präoperative Kontrolle des pharyngalen Raumes
    • evtl. bimaxilläre Operation
  • Akut bei Blutungen
    Blutstillung und Freihalten der Atemwege:
    • Einlage eines temporären Tubus (Wendel-Tubus)
    • Einlage einer pharyngealen Atemmaske
    • Tracheotomie als ultima Ratio

Weiterführende Artikel

> Gelenkfixation