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Grundbegriffe der Epidemiologie

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Prävalenz

Beschreibt den Anteil der Personen in einer Population, die zu einem definierten Zeitpunkt oder während eines Zeitabschnitts, an einer speziellen Krankheit leiden.

Prävalenz = Anzahl der erkrankten Personen

Gesamtzahl der Personen in der Population

Die Prävalenz kann sowohl als Anteil oder in Prozent angegeben werden (Carranza et al. 2006).
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Inzidenz

(= Risiko, kumulative Inzidenz)

Durchschnittlicher Prozentsatz nicht erkrankter Personen an einer Population mit Risikofaktoren, die in einem gegebenen Zeitraum neuerkranken. Die Inzidenz kann als Risiko oder Wahrscheinlichkeit angesehen werden, neu zu erkranken.

Inzidenz = Anzahl der Neuerkrankten

Anzahl der Personen in der Population mit Risikofaktoren
(Carranza et al. 2006)

Kurze Übersicht epidemiologischer Studientypen:

In Abhängigkeit von der wissenschaftlichen Fragestellung sind epidemiologische Studien als deskriptive, analytische oder experimentelle/evaluative epidemiologische Längs- oder Querschnittsuntersuchungen angelegt (Micheelis et al. 2006).

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Die folgende Übersicht charakterisiert die häufigsten Studientypen:

Querschnittsstudie

Querschnittstudien untersuchen jeden Studienteilnehmer zu nur einem einzigen Zeitpunkt (d. h. keine Erhebung von Daten aus Vergangenheit oder Zukunft, keine Nachuntersuchungen). Während Querschnittsstudien zu deskriptiven Fragestellungen (z. B. Prävalenz einer Erkrankung) oft verlässliche Aussagen machen können, ist ihre Bedeutung bei analytischen Fragestellungen begrenzt. Weil in einer Querschnittstudie Exposition (z. B. das Vorhandensein eines Risikofaktors) und Erkrankung gleichzeitig erhoben werden, ist unklar, ob eine Assoziation zwischen beiden Variablen tatsächlich durch eine Kausalbeziehung zwischen Exposition und Erkrankung hervorgerufen wurde; eine Querschnittstudie kann nicht belegen, dass nicht die Erkrankung zu einem vermehrten Auftreten der Exposition geführt hat, oder eine dritte Variable einen kausalen Einfluss auf beide Variablen hat (Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.).

Kohortenstudie

Vergleichende Beobachtungsstudie, in der Personen (Kohorte) mit bzw. ohne eine Intervention/Exposition (zu der sie nicht von dem Studienarzt zugeteilt wurden) über einen definierten Zeitraum beobachtet werden, um Unterschiede im Auftreten der Zielerkrankung festzustellen. Kohortenstudien können prospektiv oder retrospektiv durchgeführt werden (Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.).

Fall-Kontroll-Studie

Retrospektive Beobachtungsstudie, bei der eine Gruppe von Personen mit einer Zielerkrankung ("Fälle") und eine Gruppe von Personen ohne die Erkrankung ("Kontrollen") auf das Vorhandensein von Expositionsfaktoren (Risiko- oder protektive Faktoren) verglichen werden. Fall-Kontroll-Studien eignen sich besonders für medizinisch-epidemiologische Fragen, die die Ätiologie seltener Erkrankungen oder seltene Therapienebenwirkungen betreffen (Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.).

Retrospektive Studie

In einer retrospektiven Studie ist die Erkrankung (das Ereignis) zu Beginn der Studie schon eingetreten, und es wird rückblickend nach Risikofaktoren für die Erkrankung gesucht (Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.).


Quellen

  • Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (Hg.): Glossar zur Evidenzbasierten Medizin. Online: >>>