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| IMC Wiki | Unterkiefer (Mandibula)

Unterkiefer (Mandibula)

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Einführung

Der Unterkiefer entwickelt sich aus einer paarigen Anlage seitlich vom Meckel-Knorpel. Die Verknöcherung erfolgt desmal mit Ausnahme des Gelenkkopfes, der durch chondrale Ossifikation entsteht.
Die beiden Unterkieferhälften sind beim Neugeborenen im Bereich des Kinns durch die faserknorpelige Symphysis mentalis verbunden, die bis zum Ende des 1. Lebensjahrs verknöchert und als Verschmelzungsstelle beider Hälften noch eine Zeitlang am kindlichen Schädel sichtbar bleibt.
Im Bereich der Symphysis mentalis können als Reste des Meckel-Knorpels kleinere Schaltknochen auftreten, die sich an der Bildung der Tubercula mentalia beteiligen.
Die Mandibula ist eine frei bewegliche Spange, die mit dem Schläfenbein durch das Kiefergelenk verbunden ist. Sie besteht aus einem Körper, Corpus mandibulae, und dem aufsteigenden paarigen Unterkieferast, Ramus mandibulae #pic# #pic#.
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Form und Aufbau

#pic#

Das hufeisenförmig gebogene Corpus mandibulae, zunächst paarig angelegt, verschmilzt zu einem Skelettteil.
#pic#
Anteile
Es besteht aus mehreren Anteilen:
  • Basis mandibulae #pic#
  • Processus alveolaris #pic#
  • Angulus mandibulae #pic#
  • Ramus ascendens #pic#
  • Processus articularis #pic#
  • Processus muscularis #pic#
Der Angulus mandibulae ist mit dem Ramus ascendens verbunden.
Mechanische Verstärkungen
  • Linea obliqua
  • Linea mylohyoidea
  • Crista buccinatoria
  • Protuberantia mentalis

Corpus mandibulae

Am Corpus mandibulae unterscheidet man den Basalbogen, Basis mandibulae #pic# #pic#, und den zahntragenden, parabolischen Alveolarbogen (Arcus alveolaris) oder auch Alveolarteil (Processus alveolaris mandibulae oder Pars alveolaris mandibulae) #pic# #pic#.

Basis mandibulae

An der Außenseite der Basis liegt vorne medial der Kinnvorsprung, Protuberantia mentalis #pic# #pic# #pic#.
Am unteren Rand der Protuberantia mentalis erhebt sich beiderseits ein Kinnhöcker, Tuberculum mentale, der bei Männern stärker ausgebildet ist als bei Frauen. Das Kinn ist ein Erwerb des rezenten Menschen, das sich vermutlich als funktionelle Anpassung an die erhöhte Aktivität der Protrusionsmuskulatur entwickelt hat.
Unter dem 2. Prämolaren liegt das Foramen mentale #pic#, durch das der Nervus mentalis (Druckpunkt des 3. Trigeminusastes) und die Arteria mentalis als Seitenast (kein Endast!) der Arteria alveolaris inferior austreten. Da die Leitungsbahnen schräg nach hinten in die Haut ziehen, kommt es zur Ausbildung eines sichelförmigen scharfen vorderen Randes am Foramen mentale. Der Hinterrand läuft dagegen kontinuierlich zur Oberfläche aus. In seltenen Fällen sind hier 2 oder 3 Foramina mentalia vorhanden. Solche anatomische Variationen haben für die Lokalanästhesie und dentale Implantalogie praktische Bedeutung.
An der Innenseite findet man im Kinnbereich 4 kleine Knochensporne, die gemeinsam als Spina mentalis #pic# #pic# oder getrennt als Spinae genii superiores für den Ursprung des Musculus genioglossus und als spinae genii inferiores für den Ursprung des Musculus geniohyoideus bezeichnet werden. Seitlich und unterhalb davon liegt ein paariges, flaches Grübchen, Fossa digastrica, das dem Ursprung des vorderen Bauchs des Musculus digastricus dient.
Nach hinten steigt in schräger Richtung die Ursprungslinie des Musculus mylohyoideus, Linea- oder Crista mylohyoidea #pic#, auf. Oberhalb dieser Linie liegt vorn eine flache Grube zur Anlagerung der Unterzungenspeicheldrüse, Fovea sublingualis und unterhalb von ihr im hinteren Abschnitt eine flache Vertiefung für die Unterkieferspeicheldrüse, Fovea submandibularis.
Hinter dem 1. Molaren beginnt an der Außenfläche eine schräge Linie, Linea obliqua, die nach hinten oben ansteigt und in die vordere, scharfe Kante des Ramus mandibulae, Margo anterior rami mandibulae #pic#, übergeht.

Processus alveolaris

Der Alveolarteil, Processus alveolaris #pic# #pic# #pic# #pic#, enthält die Zahnfächer, Alveoli dentales, die auf der vestibulären Seite als Alveolenwülste, Juga alveolaria, vor allem im Frontzahnbereich auffällig sind. Der Arcus alveolaris folgt nicht ganz der Krümmung des Basalbogens, da seine hinteren Enden stärker nach innen eingebogen sind. Durch diese Innenverlagerung entsteht die seitlich liegende Linea obliqua, sodass auch der vordere Rand des aufsteigenden Unterkieferastes nicht direkt hinter dem Alveolarteil, sondern lateral versetzt liegt.

Angulus mandibulae

Der Angulus mandibulae #pic# ist der abgerundete Kieferwinkel, dessen Form und Stärke im Wesentlichen von dem Funktionszustand des Gebisses und der Kaumuskulatur abhängig ist. Die Größe des Kieferwinkels ändert sich während des Wachstums.

Ramus mandibulae

Der Ramus mandibulae #pic# #pic# beginnt am abgerundeten Kieferwinkel. Auf der Außenseite des Ramus mandibulae befindet sich eine Rauhigkeit, Tuberositas masseterica #pic#, die durch den Ansatz des Musculus masseter geprägt wird. Bei kräftig entwickelter Kaumuskulatur tritt sie durch eine höckrige oder leistenartige Oberfläche des Kieferwinkels in Erscheinung, die sich dann auf der Innenseite in eine Rauhigkeit, die Tuberositas pterygoidea #pic# #pic# für den Ansatz des Musculus pterygoideus medialis fortsetzt. An der Mitte der Innenseite des Ramus mandibulae liegt beim Erwachsenen etwa auf Höhe der Kauebene die Eingangsöffnung zum Unterkieferkanal, Foramen mandibulae #pic# #pic#. Das Loch führt den Nervus- und die Arteria alveolaris inferior in den Unterkieferkanal, Canalis mandibulae #pic# #pic#, bzw. entlässt die Vena alveolaris inferior.
Die Lage des Foramen mandibulae verändert sich während der Wachstums- und Alterungsprozesse des Unterkiefers, was bei der Durchführung einer mandibulären Leitungsanästhesie zu beachten ist. Beim Neugeborenen liegt es unterhalb der Kauebene, wogegen es beim zahnlosen Greisenkiefer mit abgebautem Alveolarbogen weit oberhalb der Kauebene liegt.
Der Canalis mandibulae ist von einer dünnen Knochenkompakta umhüllt und zieht bogenförmig in der Spongiosa des Unterkiefers mit aufsteigenden Seitenästchen zu den Zahnwurzeln etwa bis auf die Höhe des ersten Prämolaren. Hier biegt er schräg nach hinten oben um und mündet außen am Foramen mentale #pic#.
Sein verengter Endabschnitt läuft als Canaliculus incisivus unter dem Eckzahn und den Frontzähnen mit Seitenästchen zu den Wurzeln weiter und endet nicht blind, sondern kommuniziert mit dem Canaliculus der Gegenseite.
Die im Canalis mandibulae verlaufende Hauptarterie des Unterkiefers sichert nicht die gesamte Blutversorgung, sondern wird ergänzt durch akzessorische Blutgefäße, die über Foramina nutricia in den Kiefer eintreten. Im Vergleich zum Oberkiefer sind diese Foramina weniger zahlreich, aber zeigen grössere Durchmesser für entsprechend kräftigere Gefässe. Die charakteristischen Lokalisationen liegen auf der Innenseite des Processus coronoideus, in der Region der Fovea retromolaris als Foramen retromolare, und in der Gegend der Spina mentalis als Foramina linguales. Das Foramen mandibulae wird von einer unterschiedlich großen Knochenplatte, Lingula mandibulae, überlagert, die dem Ligamentum sphenomandibulare zum Ansatz dient. Gegenüber der Lingula findet man gelegentlich noch eine weitere Knochenleiste, die als Antilingula bezeichnet wird.
Am Unterrand des Foramen mandibulae beginnt eine Furche, Sulcus mylohyoideus, die unterhalb der Linea mylohoidea nach vorne zieht und den Nervus mylohyoideus mit einer gleichnamigen Begleitarterie führt.
Das obere Ende des Unterkieferastes wird durch einen halbkreisförmigen Einschnitt, Incisura mandibulae, in den Kronen- und Gelenkfortsatz, Processus coronoideus und Processus condylaris, geteilt.

Processus coronoideus

Der Kronenfortsatz #pic# #pic# #pic# dient der Sehne des Musculus temporalis zum Ansatz und zeigt eine dreieckige Grundform mit häufig nach hinten abgebogener Spitze. Bei schwacher Ausbildung des M. temporalis ist der Processus coronoideus schlank und spitz, wogegen er bei kräftiger Muskulatur stumpf und abgerundet erscheint.
Sein vorderer Rand setzt sich in die Vorderkante des Ramus mandibulae fort. Der Pocessus coronoideus besitzt eine Muskelleiste, Crista temporalis mandibulae #pic# #pic# #pic# #pic# die auf seiner Innenseite in einem sanften Bogen nach unten zieht und dem Ansatz der tiefligenden Sehne des Musculus temporalis dient.
Hinter dem 3. Molaren gabelt sich diese Leiste in 2 Schenkel, Crus mediale und Crus laterale und schließt dadurch ein dreieckiges Feld, Trigonum retromolare, ein. Der laterale Schenkel der Crista temporalis ist kräftiger, verlängert sich auf den Alveolarteil und wird auch als Crista buccinatoria bezeichnet, weil der Musculus buccinator von ihr entspringt. An der Gabelungsstelle der Crista temporalis liegt die knöcherne Ansatzstelle der Raphe pterygomandibularis oder – buccopharyngea, die ebenfalls dem Musculus buccinator als Ursprungslinie dient. Seitlich von der Crista temporalis liegt eine seichte Grube, Fovea retromolaris, die außen vom Margo anterior rami mandibulae begrenzt wird.

Processus condylaris

Der Gelenkfortsatz trägt den walzenförmigen Gelenkkopf des Unterkiefers, Caput mandibulae #pic# #pic# #pic# #pic#. Er ist durch einen schlanken Hals, Collum mandibulae mit dem Kieferast verbunden. Im vorderen, inneren Abschnitt des Unterkieferhalses liegt ein Grübchen, Fovea pterygoidea, in dem der untere Kopf des Musculus pterygoideus lateralis ansetzt.

Altersveränderungen am Unterkiefer

Bei seniler Zahnlosigkeit wird der Alveolarteil des Unterkiefers #pic# #pic# wie auch der entsprechende Alveolarfortsatz des Oberkiefers nahezu vollständig resorbiert.
Durch die trichterförmig eingezogenen Lippen des Greisenunterkiefers entsteht das vorspringende Kinn (Kinnprominenz), wobei sich die Höhe des Untergesichts verringert. Der Greisenunterkiefer ist spangenförmig und der Kieferwinkel abgeflacht, so dass er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Neugeborenenunterkiefer aufweist.
Bei hochgradiger Atrophie liegt das Foramen mentale am oberen Rand der Kieferspange und ist bei Betrachtung der vestibulären Seite nicht mehr sichtbar. Infolge der Atrophie der Pars alveolaris verkürzt sich die Distanz des Canalis mandibulae zum oberen Rand der Mandibula erheblich, sodass in seltenen Fällen der Nervus alveolaris inferior direkt unter der Schleimhaut liegt.

Weiterführende Artikel

> Kiefer