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| IMC Wiki | Uropoetisches System, Anatomie

Uropoetisches System, Anatomie

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Das System der Harnbereitung und -ausscheidung besteht aus paarig angelegten Nieren, die sich im Retroperitoneum, dem Raum hinter dem Bauchraum befinden, und den ableitenden Harnwegen. Diese beginnen im Nierenbecken, welches sich in die Harnleiter und über deren Mündung (Ureterostien) in die Harnblase fortsetzen. Aus der Blase wird der Harn über die Harnröhre in die Freiheit entlassen. Die Nieren liegen in Höhe des 12. Brust- bis zum 3. Lendenwirbel, rechts 1-2 cm tiefer als links. Sie wiegen je 120-160 g. Sie bestehen aus 5 Segmenten mit je einem Ast der Nierenarterie (A. renalis). Das Nierengewebe besteht aus der Rinole (Cortex renalis) und dem Mark (Medulla renalis). Der im Parenchym produzierte Harn betritt über die Ausführungsgänge der Papillen (10 bis 30 ) die Nierenkelche.

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Die Kelche vereinigen sich zum Nierenbecken. Am Nierenhilus, der Pforte, entspringt aus dem Nierenbecken der Harnleiter (Ureter), der im Retroperitoneum senkrecht nach unten zur Blase zieht.

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In der Niere teilen sich die großen Gefäße zu Lappen-, Bogen- und Zwischenlappen- Arterien bzw. -Venen. Aus diesen zweigen sich Arteriolen (Venolen) und aus diesen die Kapillaren, die Netze bilden, ab.

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Die funktionellen Einheiten der Nieren sind die Nephrone (Nephra). Die menschliche Niere besitzt davon rund je 1,2 Millionen. Sie werden in Glomerulus- und Tubulussegmente unterteilt. Aus den Arteriolen entsteht zunächst ein Kapillarnetz in den Glomeruli, welche dieses mit einer Kapsel umhüllen. Über das Vas efferens tritt das Blut, nachdem es im Glomerulus den Primärharn abgepreßt hat, ohne nennenswerten Sauerstoff abgegeben zu haben, wieder aus und bildet in einem zweiten Kapillarnetz das Rete capillare peritubulare. Arteriolen und Venolen heißen in diesem Bereich Vasa recta. Die tubulären Kapillaren dienen der definitiven Zubereitung des Primärharnes (s. u.). Der Tubulus unterteilt sich in drei Segmente: proximaler Tubulus, Henle-Schleife, distaler Tubulus. Letzere fließen in die Sammelröhren ab. Die Glomeruli befinden sich ganz überwiegend in der Nierenrinde, die Tubuli tauchen ins Mark ein.
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Der juxtaglomeruläre Apparat

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In unmittelbarer Nachbarschaft der zu- und abführenden Arteriole der Glomeruli zieht eine Schlinge des distalen Tubulus vorbei. Nahe des Glomeruluspoles treten Zellen mit großen Kernen hervor, die Macula-densa-Zellen. Sie haben Rezeptorfunktion. Zwischen der Tubulusschlinge und den Blutgefäßen lagern Zellen, die juxtaglomerulären Zellen, die Renin produzieren (s. u.). Daneben befinden sich kleinere kubische Zellen, die Lacis-Zellen (mutmaßlich extraglomeruläre Mesangiumzellen). Die Glomeruskapillaren werden von den Podozyten eingehüllt, sind fenestriert und werden von einem speziellen Bindegewebe, dem Mesangium mit Mesangiumzellen gestützt. Die Kapsel heißt Bowman-Kapsel. Es sind also drei Gewebetypen:
Juxtaglomeruläre Zellen, epitheloide Zellen aus der Mediamuskulatur der zuführenden Arteriolen, welche Renin produzieren und Reningranula enthalten.
Macula densa, große Zellen des distalen Tubulus, wo dieser Kontakt zum Gefäß hat. Sie enthalten wahrscheinlich Chemorezeptoren für die Natriumkonzentration.
Mesangiumzellen, umgeben von der Mesangiummatrix, vermutlich die Produzenten des Hormons Erythropoetin. Hier spielen sich immunologische Prozesse ab.

Ableitende Harnwege

Der in den Glomeruli aus Blutplasma gewonnnene Primärharn gelangt in folgende Kanalsysteme, bis er schließlich aus der Blase entleert wird:
  • proximaler Tubulus (kubische Zellen mit Bürstenbesatz)
  • Nephronschleife (Henle-Schleife) (flaches einschichtiges Epithel)
  • distales Konvolut (kubisches Epithel)
  • Sammelröhre (kubisches bis säulenförmiges Epithel)
  • Nierenbecken (Übergangsepithel)
  • Harnleiter (dreischichtig: Schleimhaut, Muskelwand, Bindegewebshülle, Epithel: Übergangsepithel)
  • Harnblase (dreischichtige Muskelwand, Übergangsepithel)
  • Harnröhre (mehrreihiges Säulenepithel)
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