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| IMC Wiki | Uropoetisches System, Traumata

Uropoetisches System, Traumata

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Inhaltsverzeichnis:



    #pic#
    Traumatische Verletzungen des uropoetischen Systems sind überwiegend auf Dezelerationsunfälle im Straßenverkehr zurückzuführen. An Polytraumen sind sie zu 75 % beteiligt. Die Verletzungsfolgen verteilen sich auf das System wie folgt:

    zusammen bei Polytrauma
    Niere
    Blase
    Urethra
    65 %
    15 %
    10%
    Niere
    Blase
    Urethra
    80 %
    95 %
    65 %

    Offene penetrierende Verletzungen sind seltener, das stumpfe Trauma sehr häufig. Letzteres führt zu Zerreißungen, Berstungen, Quetschungen, Abrissen, Coup- und Contrecoupverletzungen (vgl. Schädel-Hirn-Verletzungen). Beckenringfrakturen und Traumata der unteren Thoraxapertur führen häufig zu sekundären Verletzungen (Blaseneinrisse, Nierenparenchymprellungen).

    #pic#
    Beckenfrakturen (vgl. Traumatologie der Hüfte) führen häufig zur Verletzung benachbarter Organe, insbesondere der Harnleiter und der Blase (vgl. Blasenverletzungen). Hier hat die retroperitoneale Blutung zu einer Obstruktion (Kompression) des rechten Harnleiters mit Aufstauung des Nierenbeckens geführt (im Bild links oben, weiß, mit Kontrastmittel gefüllt.
    Verletzungsfolgen des uropoetischen Systems können ein oder mehrere Organe betreffen. Nach Polytraumen überwiegen Mehrfachverletzungen des Systems. Diagnostik und Therapie zielen auf jede der Einzelverletzungen.
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