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| IMC Wiki | Uropoetisches System, Tumoren

Uropoetisches System, Tumoren

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Tumoren der Niere tragen wechselweise mehr karzinomatösen oder sarkomatösen Charakter, was auf den Ursprung des Gewebes aus dem Mesoderm zurückzuführen ist. Sie metastasieren überwiegend hämatogen. Harnwegstumoren des Nierenbeckens, der Ureteren und der Blase sind Urothelkarzinome oder tumorartige Läsionen. Mesenchymale Tumoren der Niere sind vorwiegend gutartige Geschwülste, z. B. Adenome.

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Das aus dem Nierenparenchym entstehende epitheliale Nierenkarzinom ist mit rund 85 % der häufigste maligne Tumor des uropoetischen Systems. Er tritt sporadisch, aber auch familiär gehäuft auf.
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Klassifikation

Niere T-Stadien
T 1 ≤ 7 cm/begrenzt auf Niere
T 2 > 7 cm/begrenzt auf Niere
T 3 In größeren Venen oder Nebenniere oder perirenale Invasion
T 4 Über Gerota-Faszie hinaus
N 1 Solitär
N 2 Mehr als ein Lymphknoten

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Ein Schnittbild des Resektionspräparates der Niere zeigt das Verhalten des Tumorwachstums in das Parenchym und das Hohlraumsystem (helle Zone im Zentrum) und erklärt die Symptome: Blutung, Abflußbehinerung, Vergrößerung des Organes.

Klinik der Tumoren des uropoetischen Systems

Symptomatik
Die ersten Symptome der Nierentumoren sind meistens die schmerzlose Makrohämaturie und diskrete Flankenschmerzen. Der tastbare Tumor ist ein Spätsymptom. Begleitet werden die ersten Symtome oft von:
  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • Leistungsabnahme und Gewichtsreduktion
  • uncharakteristische gastrointestinale Symptome
  • Anämie
  • BSG-Erhöhung
Frühdiagnosen sind im allgmeinen nur durch Screening: Nachweis der Mikrohämaturie (80-100 %), mit Einschränkungen durch Sonographie möglich.

Diagnostik
Klinische Untersuchung:Tumor tastbar? -
Varikozele als Folge der venösen Abflußbehinderung?
Harnanalyse:Erythrozyten, Tumorzellen
i.v.-Urogramm:(wenig aussagekräftig)
Computertomographiehöchste Spezifität und Sensitivität

Therapie
Die radikale chirurgische Tumor- und Lymphknotenresektion ist die Therapie der ersten Wahl. Die Gefäßunterbindung als erster Schritt verhindert mechanische Tumorzellverbreitung. Die Nebenniere derselben Seite wird in der Regel mitentfernt. Bei metastasierten Tumoren erfolgt die Nephrektomie mit Lymphadenektomie, die Metastasenresektion (z.B. in der Leber oder dem Gehirn), Bestrahlung (z.B. der Knochenmetastasen) und eine adjuvante Hormon-, Chemo- oder Immuntherapie.
Prognose: T 1 und T 2 N0 M0: 75-85 % Fünfjahres-Überlebensrate

Nierenbecken- und Harnleitertumoren

Diese zu 90 % aus Übergangsepithel, zu 10 % aus Plattenepithel entstandenen Tumoren entwickeln sich vielfach aus chronischen Umwelteinflüssen mit Entzündung. Vorsorgeuntersuchungen könnten hier zur Frühdiagnose führen.

Symptome:
  • Hämaturie
  • Flankenschmerz
  • palpabler Flankentumor
    Koliken (30 %)
  • im übrigen wie Nierenkarzinome (s. o.)
Diagnostik
  • wie Nierenkarzinome, dazu:
  • retrogrades Ureteropyelogramm
  • zytologische Harnanalyse
  • Ureteroskopie und Biopsie
Therapie
  • radikale Nephroureterektomie
  • retroperitoneale Lymphadenektomie
  • adjuvante Chemotherapie
Prognose: (5-Jahresüberleben)
  • T1: bis 95 %
  • T2: ca. 70 %
  • T3, T4: ca. 10-20 %
  • M1: ca. 6 Monate Überlebenszeit

Blasentumoren

95 % sind Karzinome, zu 90 % papilläre Übergangsepithelkarzinome, welche sich bevorzugt solide in entzündlichen, von Bilharziose befallenen Blasen mit Steinen oder Divertikeln entwickeln.

Symptome:
  • schmerzlose Hämaturie
  • dysurische Beschwerden
  • Infektionen
  • Einschränkung der Blasenkapazität
  • Pollakisurie
  • Im Spätstadium schmerzhafte Miktionen
  • rezidivierende Blutungen mit sichtbaren Koageln
Diagnostik
  • Bimanuelle Untersuchung
  • Zystoskopie mit Biopsie
  • Computertomographie für die Metastasensuche

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Therapie:
  • Transurethrale Resektion (> 50 % Rezidive)
  • Teil-, Totalresektion der Blase
  • Lymphadenektomie
  • regionale Zytostatikatherapie
  • Radio-Chemotherapie
Blasenersatz:
  • Ileum conduit
  • Colon conduit
  • Ureterosigmoidostomie
  • Ersatzblase
Prognose: (5-Jahresüberleben)
  • pTis, pTa, pT1: 70 - 80 %
  • pT2: 55 %
  • alle Stadien: 20-35 %
  • M1: 6 Monate

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