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Respiratorisches System, Gewebeläsion

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Die Gewebeläsionen der Lunge kann man in drei Kategorien einordnen:
  1. Restriktive Ventilationsstörungen
    Diese beruhen auf eingeschränkter Dehnbarkeit des Lungengewebes, z. B. durch Vernarbungsprozesse.
  2. Obstruktive Ventilationsstörungen
    Diese beruhen auf einer Engstellung der Bronchien, z. B. Asthma bronchiale.
  3. Kombinierte restriktive und obstruktive Ventilationsstörungen
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Restriktive Ventilationsstörungen

Die Dehnbarkeit der Lunge kann infolge von Gewebeveränderungen oder bei normalem Lungengewebe durch die Dehnbarkeit des Brustkorbes eingeschränkt sein.

Pathophysiologie:
Eine Wandstarre des Thorax, etwa als Folge von Verletzungen, Trichterbrust, Kyphoskoliose, Pleuraschwielen, Tuberkulose, Asbestose führt zur "gefesselten Lunge". Die Dehnbarkeit der Lunge selbst ist meistens normal. Die pathophysiologischen Folgen sind:
  • kleine Atemzugsvolumina
  • hohe Atmungsfrequenz
  • verminderte Vitalkapazität
  • reduziertes intrathorakales Gasvolumen
Die Compliance ist normal.
Auch eine Herabsetzung der Kraft der Atemmuskulatur (Poliomyelitis, progressive Muskeldystrophie) kann diesen Symptomenkomplex auslösen.
Die "gefesselte Lunge" ist in begrenztem Umfang einer chirurgischen Therapie zugänglich:
  • Dekortikation der Lunge (Entfernung von Narben)
  • operative Korrektur der Trichterbrust
  • nach Traumen: Stabilisierung der traumatisch verformten Thoraxwand
  • Beseitigung des Pneumothorax, Hämatothorax, Pyothorax und der Ergüsse (s. u.)
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Fibrotische Veränderungen der Lunge, (Vernarbungen) Lungenfibrose, interstitielle Fibrosen, fibrotische Veränderungen des Lungengerüstes, führen zu weitgehender Einschränkung der Dehnbarkeit und Elastizität. Vielfach resultiert aus der Vernarbung eine Reduktion der Durchblutung und Einschränkung der Gasaustauschfläche.
Pneumokoniosen (Folgen von Mineralstaubablagerungen), Silikosen (Einatmung von Kieselstaub)

, Asbestosen und Hartmetallstaubfibrosen sind typische restriktorische Lungenveränderungen. Kohlestaub dagegen löst keine Fibrose aus. Weitere Ursachen restriktiver Erkrankungen sind Bestrahlung, Arzneimittel (Chemotherapeutika, Narkotika, Antibiotika, Immunsuppressiva) und unbekannte Ursachen (bei rheumatischen Erkrankungen, Sklerodermie und Sarkoidosen).
Die funktionellen Störungen bei restiktiven Läsionen der Lunge sind gekennzeichnet durch:
  • Abnahme der Compliance
  • Abnahme des intrathorakalen Gasvolumens
  • Zunahme des CO2-Partialdruckes (Spätsymptom)
Die Compliance: C = ΔV
ΔPoes
l/KPa
ΔV = Volumendifferenz vor und nach Einatmung
ΔPoes = Druckdifferenz (gemessen im Ösophagus) vor und nach Einatmung

Werte der Compliance unter 0,4-0,3 l/KPa sind akut lebensbedrohlich. Präterminale Werte der Vitalkapazität liegen bei 40 %. Führt die Herabsetzung der Dehnbarkeit der Lunge und der Atemwiderstand zur Dekompensation der Atemmuskulatur und alveolären Hypoventilation, steigen die arteriellen PCO2-Werte an.