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| IMC Wiki | Vaskuläres System, Anatomie (Strukturen)

Vaskuläres System, Anatomie (Strukturen)

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Das vaskuläre System besteht aus Blutgefäßen. Die Blutgefäße werden unterteilt in: Arterien (Stromrichtung vom Herzen), Arteriolen (Q = 20-100 µm), Kapillaren (Q = 5-20 µm), Venole (kleine Vene), Vene (Stromrichtung zum Herzen).
Der Bau der Blutgefäße entspricht ihren physiologischen Aufgaben und Belastungen. Je nach Druckbelastung sind sie mit mehr oder weniger elastischen Fasern versehen. Gefäße, welche in die Durchblutungssteuerung eingreifen, besitzen glatte, autonome Muskulatur, welche die Weite, den Querschnitt, dem Blutbedarf entsprechend verändern können. Diese Muskulatur wird von dem autonomen Nervensystem innerviert (vgl. Gewebe). Durch die Wand der Kapillaren findet ein Stoffaustausch in wässriger Lösung (zellfreies Blutplasma) statt.
Blutgefäße, außer den Kapillaren, sind aus 3 Schichten aufgebaut:
  • Innenschicht (Tunica interna oder Intima), einem flachen, einschichtigen Epithel (Endothel), der Basalmembran und Bindegewebe
  • Mittelschicht (Tunica media oder Media), einer Muskelschicht, entsprechend dem Myokard des Herzens
  • Außenschicht (Tunica externa oder Adventitia), überwiegend Bindegewebe, entsprechend dem Epikard des Herzens
Die verschiedenen Schichten sind entsprechend den Funktionen unterschiedlich stark angelegt.
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Arterien

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Arterien unterscheiden sich in den Proportionen der Schichten voneinander:
Arterien vom elastischen Typ sind die Aorta und die Anfangsbereiche ihrer Äste, der Truncus pulmonalis und die Pulmonalarterien.
Arterien vom muskulären Typ sind alle Schlagadern jenseits der Arterien vom elastischen Typ. Sie besitzen einen hohen Anteil von glatter Muskulatur, durch deren Funktion die lichte Weite des Gefäßes und damit der Blutdurchfluss reguliert wird.
Bei den präkapillären Arteriolen ist keine Elastica angelegt, die Muskelfasern sind auf eine dünne Ringschicht vermindert, welche durch Kontraktion oder Entspannung auf vegetative Reize hin die kapilläre Durchblutung variieren. Arterien, welche sich durch Muskelkontraktion vollständig verschließen können, heißen Sperrarterien. Sie können den Blutstrom vollständig umleiten. Im Bereich des Penis tun sie dies physiologischerweise und öffnen sich lediglich, um die Erektion auszulösen.

Kapillaren

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Kapillaren ziehen außerhalb der Körperzellen durch die interstitielle Flüssigkeit. Sie bestehen aus Endothel, Basalmembran und Perizyten. Letztere bilden eine geschlossene Schicht mit eigener Basalmembran. Endothelzellen sind entweder verschlossen, gefenstert (Stoffaustausch) oder nur lückenhaft angelegt (Sinusoide der Leber, Knochenmark, endokrine Drüsen). Der Stoffaustausch erfolgt durch Diffusion, aktiven Transport, Exo- und Endozytose.

Venen

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Venolen und Venen sind entsprechend den geringen hydrostatischen Drucken dünnwandig, aus lockerem Bindegewebe mit relativ wenig Muskulatur und relativ kräftiger Außenschicht aufgebaut. Die größeren Venen besitzen in Abhängigkeit von ihrer Lokalisation und dem hydrostatischen Druck der unteren Körperpartien mehr Muskulatur und Venenklappen.

Venenklappen

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Venenklappen sind Ventile, die eine Strömungsrichtung weg vom Herzen verhindern, wenn die Muskulatur durch Kontraktion und Verdickung Druck auf die Venen ausübt (Muskelpumpe). Neben der bewegten Muskulatur sorgt die Bewegung der Ventilebene des Herzens, die Atmung, der Puls der Arterien, die glattmuskuläre Kontraktion von Organen, etwa des digestorischen Systems, für einen Blutstrom in Richtung zum Herzen. Sie fehlen in Gehirn, Niere und Leber vollständig und auf weite Strecken auch in der oberen Rumpfhälfte.
Sperrvenen könnn durch Muskelverschluss den Blutdurchfluss verschließen.
Zwischen Arteriolen und Venolen bestehen Verbindungen, arteriovenöse Anastomosen, bei deren Öffnung der Kapillardurchfluss umgangen wird.
Im Pfortadersystem sind zwei Kapillarstrombahnen hintereinandergeschaltet. Zuerst fließt das Blut durch die Haargefäße der Bauchorgane, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, danach durch die Kapillaren (Sinusoide) der Leber (vgl. Leber, Übersicht). Ebenso verhält es sich in Zwischenhirn und Hypophyse (vgl. Autonomes Nervensystem) und der Niere (vgl. Durchblutung der Niere).
Das Lungengewebe wird durch unmittelbaren Gasaustausch aus den Alveolen und den Bronchialarterien versorgt (vgl. Die Lunge).
Neben den arteriovenösen existieren auch zwischen Arterien und zwischen Venen Verbindungen, die arteriellen Kollateralen und die venösen Kollateralen. Sie sind nur von Bedeutung, wenn der reguläre Blutstrom gestört ist (s. u. Kollateralkreisläufe).
Arterien ohne Verbindungen zu Nachbararterien sind Endarterien. In ihren Versorgungsgebieten entstehen bei Gefäßverschlüssen immer Infarkte (Herz, Lunge, Leber, Niere, Milz, Gehirn).

Lymphgefäße

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Die Lymphgefäße sind Bestandteil des lymphatischen Systems, welches daneben aus Lymphknoten, Milz, Thymus und anderen lymphatischen Geweben besteht. (vgl. Immunsystem). Es dient in erster Linie der spezifischen Abwehr.
Das Lymphgefäßsystem ist ein eigenständiges Transportsystem, welches keinen Kreislauf bildet, sondern blind beginnt und in Venen endet. So verlaufen sie im wesentlichen parallel zu den Venen mit gleicher Richtung des Transportes.
Das Lymphvolumen beträgt 2 l/d. In der Lymphe werden große, durch die Kapillarwände nur schwer passierbare Partikel und das Fett aus dem Darm transportiert. Die Lymphe wird in den Lymphknoten, etwa 800 insgesamt, gefiltert, bestimmte Teilchen werden durch Phagozytose in den Sinus (Uferzellen) aufgenommen und vernichtet. Die geklärte Lymphe fließt, evtl. nach weiteren Lymphknotenpassagen, in die Blutbahn.
Klappen der Lymphbahnen, Ventile gleich denen der Venen, lenken die Strömung in eine zentripetale Richtung, Antrieb kommt von der Muskulatur der Lymphgefäße, Drücken von außen, Bewegung, Muskelkontraktionen, wie bei den Venen.
Die Lymphkapillaren ähneln den Blutkapillaren. Sie nehmen aber ihren Anfang in blind beginnenden Sprossen, welche in der interstitiellen Flüssigkeit schwimmen. Lymphkapillaren versammeln sich in den Lymphgefäßen, diese entsprechen den Venolen. Sie besitzen glatte Muskulatur, welche zusammen mit den Klappen Pumpfunktion ausübt.
Lymphgefäße sind nahezu in allen Körperregionen angelegt. Ausnahmen sind Plazenta, Nervengewebe, Knochenmark und Stützgewebe.
Die Lymphgefäßdichte steigt in zentraler Richtung an. Aus Lymphknoten treten weniger, aber größerlumige Lymphgefäße aus als ein.

Lymphknoten

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Zentralwärts entstehen so Sammellymphknoten (Sl.) in den Körperregionen, welche die Lymphe an Lymphstämme (Truncus lymphatici) abgeben. Diese ihrerseits fließen in den Ductus thoracicus (D.th.), welcher im "Venenwinkel" in die V. jugularis interna sinistra (V.j.) mündet. Der rechtsseitige Sammelkanal (D. lymphaticus dext.), welcher in die V. brachiocephalica dextra mündet, führt die Lymphe aus dem Truncus subclavius et jugularis et bronchomediastinalis dexter zusammen, einem wesentlich kleineren Einzugsgebiet als dem des Ductus thoracicus (rechtes oberes Rumpfviertel).