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| IMC Wiki | Extrahepatische Gallenwege

Extrahepatische Gallenwege

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Inhaltsverzeichnis:



    Anatomie und Physiologie: #pic#

    Die extrahepatischen Gallenwege umfassen den Ductus hepaticus, cysticus, choledochus, die Gallenblase sowie die dazugehörigen Gefäße und Nerven. Der Ductus hepaticus teilt sich nach oben in den rechten und linken Hauptast, nach unten zu nimmt er den Ductus cysticus, Ausführungsgang der Gallenblase auf und heißt dann D. choledochus, der an der Papille in den Zwölffingerdarm mündet. Es gibt eine Reihe von Normvarianten.
    Arterien und Venen der extrahepatischen Gallenwege verlaufen weitgehend parallel.
    Die Lymphbahnen verlaufen entlang den Gefäßen.
    Die Lymphabflüsse verlaufen über die N. l. hepatici, choeliaci und mesenterici superiores.
    Die Innervation erfolgt über den Plexus hepatici N. vagi, von da aus werden D. choledochus, D. hepatici, cysticus, Leber und Gallenblase innerviert.

    Physiologie der extrahepatischen Gallenwege: #pic#

    In die extrahepatischen Gallenwege gelangt die Lebergalle. Neben Elektrolyten und Wasser besteht sie vor allem aus Gallensäuren, Cholesterin und Phospholipiden. Die Gallensäuren werden aus Cholesterin in der Leber synthetisiert. Das Lebercholesterin stammt aus der Nahrung oder bei ungenügender Zufuhr aus der Synthese in der Leber (bis zu 800 mg/d).
    Der aktivierte Carboxylkohlenwasserstoff des Cholyl-CoA reagiert mit der Aminogruppe von Glycin zu Glykocholat, dem häufigsten Gallensäurenderivat, in geringerem Umfang auch mit Taurin. Die so konjugierten Gallensäuren sind wasserlöslich und bilden Salze (überwiegend Natriumsalze), welche im sauren Milieu ausfallen. Sie machen die Lipide der Nahrung löslich, steigern die Hydrolyse durch Lipasen und erhöhen die Resorption.
    Im distalen Ileum und Kolon wird ein Teil der Gallensäuren durch Bakterien dehydroxyliert und in Mono- und Dihydroxy-Gallensäuren umgewandelt (sekundäre Gallensäuren).
    Gallensäuren haben hydrophile und lipophile Eigenschaften. In wässriger Lösung bilden sie Micellen mit nach außen gerichteten hydrophilen, nach innen lipophilen Gruppen. In diesem Inneren werden Lipide, z. B. das wasserunlösliche Cholesterin, aufgenommen und transportiert. So wird das unlösliche Cholesterin löslich. Wird das Fassungsvermögen der Micellen durch zu hohe Konzentrationen überschritten, fallen unlösliche Lipide, also z. B. das Cholesterin kristallin, aus. Dies können die Kristallisationskerne für die Entwicklung von Cholesterinsteinen in der Gallenblase sein.

    Zusammensetzungen der Leber- und Blasengalle nach K. EWE und KARBACH - Physiologie des Menschen (Springer 1987)
      Leber mmol/l Blase mmol/l
    Na+ 165,0 280,0
    K+ 5,0 10,0
    Ca++ 2,5 12,0
    Cl- 90,0 15,0
    HCO3- 45,0 8,0
    Gallensäuren 35,0 310,0
    Lecithin 1,0 8,0
    Cholesterin 3,0 25,0
    pH 8,2 6,5

    #pic#
    In der Gallenblase wird die Lebergalle durch Wasserresorption bis zum 10-fachen konzentriert. Der Antrieb erfolgt durch aktiven Natriumtransport (Na+-K+-ATPase). Ihm folgt die carriervermittelte HCO3--Resorption und Absenkung des pH-Wertes von 8,2 auf 6,5.
    Die Ansammlung und Konzentration der Lebergalle in der Gallenblase führt zu einer Herabsetzung des zirkulierenden Volumens im enterohepatischen Kreislauf. Nach der Nahrungsaufnahme wird die Gallenblase, stimuliert durch Cholezystokinin, entleert. Diese Entleerung erfolgt vagusgesteuert durch tonische und phasische Kontraktionen, je nach Zusammensetzung der Nahrung, bis über 1 ½ Stunden.
    Bei einer Frequenz von etwa 5 Phasen/min. werden Drucke um 20 bis 30 mm/Hg erzielt. Gleichzeitig wird der Widerstand des Sphincter Oddi herabgesetzt. Die ins Duodenum gelangenden Gallensäuren werden nach Erledigung ihrer Verdauungsfunktion im unteren Ileum wieder resorbiert und in die Leber transportiert, von wo aus sie erneut in den enterohepatischen Kreislauf eintreten.

    #pic#
    So zirkulieren rund 700 ml Galle, aus Hepatozyten (550) und den Gallengangsepithelien (150) pro Tag, während sich in der Gallenblase in Ruhe rund 75 ml Blasengalle befinden.
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