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| IMC Wiki | Speiseröhre, kybernetische Läsionen

Speiseröhre, kybernetische Läsionen

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Fehlbildungen des Ösophagus

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Ösophagus und Trachea gehen aus derselben embryonalen Vorderdarmanlage hervor. Deshalb betreffen Fehlbildungen vor allem eine gestörte Trennung.
Diagnostik und Therapie sind kinderchirurgischen Zentren, die damit Erfahrung besitzen, vorbehalten. Eine weitere Fehlbildung betrifft die Magenschleimhaut-Heterotopie. Sie kann Ursache einer peptischen Ulzeration sein und in Spätstadien zu narbigen Stenosen führen. Nach langen Jahren kann sie Ausgangspunkt der Entstehung eines malignen Tumors sein.
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Divertikel (Ausstülpungen der Wand)

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Das Hypopharynxdivertikel (Zenker-Divertikel), ein typisches Pulsionsdivertikel, entwickelt sich oberhalb des oberen Ösophagussphinkters.

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Ursächlich liegt eine Koordinationsstörung des oberen Schließmuskels mit intraluminaler Drucksteigerung des obersten Ösophagusabschnittes vor.

Symptome:
Fremdkörpergefühl, Dysphagie, Regurgitation des Divertikelinhaltes (Nahrungsbestandteile) und nächtliche Aspiration (Einatmung) mit Hustenanfällen und Pneumonien (Lungenentzündungen)

Diagnose:
Röntgenkontrastdarstellung

Therapie:
Abtragung des Divertikels mit Klammernahtgerät, Inzision des oberen Sphinkters, lockere Deckung mit Muskulatur

Epibronchiale Traktionsdivertikel

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Traktionsdivertikel entwickeln sich in der Nähe der Trachealbifurkation durch narbenbedingten Zug an der Wand von außen (Traktion).

Ursachen:
Die in dieser Region häufigen aus den Atemwegen kommenden infektiösen Entzündungen (z. B. Tuberkulose).

Behandlung:
Meistens nicht erforderlich, Ausnahme: eine Fistelverbindung von Speiseröhre und einem Bronchus, die chirurgisch verschlossen werden muss.

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Epiphrenische Divertikel entwickeln sich oberhalb des unteren Ösophagusphinkters und sind nicht selten mit Hiatushernien, Achalasie und diffusem Ösophagusspasmus oder hyperkontraktilem Ösohagus verbunden. Sie sind unmittelbar über dem Zwerchfell lokalisiert und entwickeln sich nach medial.

Ätiologie:
Analog dem Zenker-Divertikel liegt eine gestörte Funktion des unteren Sphinkters mit hohen Ösophagusdrucken zugrunde.

Symptome:
Dysphagie bei großen Divertikeln, Regurgitation, mechanische Einwirkung auf das Herz mit Tachykardien und Rhythmusstörungen.

Diagnose:
Röntgenkontrastdarstellung, Endoskopie und Manometrie (Druckmessung)

Therapie:
Medikamentöse Behandlung des diffusen Ösophagusspasmus mit Kalziumantagonisten.
Heute verzichten wir in der Regel auf die Abtragung des Divertikels und führen lediglich die Dilatationsbehandlung des unteren Sphinkters durch.