| IMC Wiki | Lymphknoten, unspezifische Reaktionen

Lymphknoten, unspezifische Reaktionen

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück

Inhaltsverzeichnis:



    Eindringen von Erregern oder deren Proteine führt überwiegend zu unspezifischen Reaktionen, welche mit der Schwellung der regionalen Lymphknoten einhergehen.
    1. Sinuskatarrh - akute Entzündung in den Sinus
    2. Eitrige abszedierende Lymphadenitis - Leukozyteninfiltrate in den Sinus, Keimzentren und lymphatische Grundgewebe.
    3. Chronische Lymphadenitis - starke Vergrößerung, Sekundärfollikel
    4. Dermopathische Lymphadenopathie - unspezifisch bei Hauterkrankungen.
    Die Diagnostik wird unter anderem durch die Probeexzision und histologische Untersuchung von Lymphknoten gestellt.
    Spezifische Lymphadenitiden werden verursacht durch Tuberkulose, Morbus Boeck (Sarkoidose), Lues, Morbus Crohn.
    Durch die histologische Untersuchung exzidierter Lymphknoten kann auf den Erreger geschlossen werden.

    Klinik der Lymphadenitis
    Die unspezifischen Formen gehen meistens von kleinen Verletzungen an Armen und Beinen aus und führen zu Schwellungen der axillären bzw. inguinalen Lymphknoten. Rote Streifen zwischen Wunde und Lymphknoten weisen auf eine Infektion der Lymphgefäße hin ("Blutvergiftung").
    Weitere Symptome können Schmerzen, Rötung, Fieber und Schüttelfrost sein.

    Diagnose
    Histologische und bakteriologische Untersuchungen.

    Therapie
    Versorgung (Eröffnung) der Infektionsquelle (meistens einer Wunde), Ruhigstellung, feuchte Verbände, bei Fieber gezielte Antibiotikatherapie.
    bei Einschmelzungen (Abszessen) chirurgische Drainage

    Therapie der spezifischen Lymphadenitis:
    Sanierung der Grunderkrankung, z. B. mit Tuberkulostatika