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| IMC Wiki | Einzelzahnlücke

Einzelzahnlücke

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Lokalbefund: Einzelzahnlücke

Planungskriterien

Zustand nach traumatischem Zahnverlust
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  • Verlauf der Lachlinie
    Der Verlauf der Lachlinie ist der beste Indikator für die ästhetischen Risiken. Zu hohe Lachlinien (gummy smile) sind problematisch.
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  • Lückenbreite im Kronenbereich
    Ein Platzangebot von 7 mm zwischen den Zähnen in mesio-distaler Richtung sollte gegeben sein.
  • transversales Knochenangebot
  • vertikales Knochenangebot:
    Die gewünschte Versenktiefe beträgt 2-3 mm von der Implantatschulter zur Schmelz-Zementgrenze der Krone. Bei dieser Tiefe des Implantates kann ein der Anatomie des Zahns entsprechendes "Emergence profile" gestaltet werden.
    Wenn eine natürliche Gingivaarchitektur an den Nachbarzähnen vorhanden ist, kann die gewünschte Versenktiefe an den Nachbarzähnen ausgerichtet werden.
    Wenn die Implantatschulter tiefer als 2-3 mm unter das Niveau der Schmelz-Zement-Grenze der Nachbarzähne platziert wird, kann die Implantatkrone nicht mit den Nachbarzähnen in eine Linie gebracht werden.
    Bei atypischer Architektur der Gingiva der Nachbarzähne können diese Messungen jedoch zu Fehlern bei der Versenktiefe führen. In diesen Fällen sollte die Positionierung der Implantate anhand des diagnostischen Wax-up vorgenommen werden.
  • Dicke der Gingiva:
    Je dicker und fibröser, um so leichter ist die Manipulation, je dünner die Gingiva, um so leichter scheint ein Metallabutment hindurch.
  • Papillen der Nachbarzähne:
    Kurze und dicke Papillen sind leichter zu regenerieren, als lange und feine Papillen. Die Wiederherstellung fehlender Papillen ist nach wie vor schwierig.
  • Form der natürlichen Zähne:
    Je rechteckiger die Zahnform, um so weniger Papillengewebe wird benötigt
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  • Position der approximalen Kontaktpunkte:
    Beträgt der Abstand weniger als 5 mm vom Kontaktpunkt zur crestalen Knochenkante, so ist eine Regeneration der Papillen zu erwarten, wenn zu den Wurzeln der Nachbarzähne mind. 1,5 mm gesunder Knochen vorliegt.
  • antagonistische Beziehung
  • Verlauf des Zahnbogens
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  • bei unterschnittenem Alveolarfortsatz (vestibuläre Konkavitäten):
    Eine Knochenaugmentation sollte durchgeführt werden, um eine prothetisch ungünstige Achsenausrichtung des Implantates zu vermeiden.
  • Die postoperative Rezession der Gingiva, bedingt durch den postoperativen Knochenabbau, kann durch Weichgewebskorrekturen zum Zeitpunkt der Implantateröffnung, z. B. Rolllappen aufgefangen werden.
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Modellanalyse

Am Situationsmodell kann der korrelierende Zahn im Nachbarquadranten in Höhe der Schmelz-Zementgrenze im Ganzen entfernt werden, um eine genaue Vorstellung vom Durchmesser des zu setzenden Implantates zu bekommen.

Eine Gingivaretraktion kann verhindert werden, wenn das bukkolinguale Knochenvolumen und die Knochenhöhe adäquat ist.

Wenn immer möglich, sollten Standardimplantate verwendet werden. Implantate mit einem kleineren Durchmesser besitzen eine schlechtere Prognose verglichen mit den Standardimplantaten gleicher Länge, da sie weniger Oberfläche für eine Osseointegration bieten.

Mittelwerte der Unterkieferzähne in mm

Mittelwerte der UK-Zähne in mm (Jeminez-Lopez 1999)
  mesio-distaler Durchmesser mesio-distaler Durchmesser cervikal Kronenhöhe
zentraler Schneidezahn 5,0 3,5 9,0
lateraler Schneidezahn 5,5 4,0 9,5
Eckzahn 7,0 5,5 11,0
1. Prämolar 7,0 5,0 8,5
2. Prämolar 7,0 5,0 8,0
1. Molar 11,0 9,0 7,5
2. Molar 10,5 8,0 7,0

Mittelwerte der Oberkieferzähne in mm

Mittelwerte der OK-Zähne in mm (Jeminez-Lopez 1999)
  mesio-distaler Durchmesser mesio-distaler Durchmesser cervikal Kronenhöhe
zentraler Schneidezahn 8,5 7,0 10,5
lateraler Schneidezahn 6,5 5,0 9,0
Eckzahn 7,5 5,5 10,0
1. Prämolar 7,0 5,0 8,5
2. Prämolar 7,0 5,0 8,5
1. Molar 10,0 8,0 7,5
2. Molar 9,0 7,0 7,0

Besonderheiten der zu ersetzenden Zähne

Ersatz unterer Schneidezähne

Bedingt durch den kleinen Durchmesser der Zähne ist der Ersatz mit Implantaten problematisch.
Das Implantat zum Ersatz unterer Schneidezähne sollte leicht lingual in Abhängigkeit von der Lage der Kiefer zueinander positioniert werden.

Ersatz des zentralen oberen und seitlichen Schneidezahnes

  • Gegebenenfalls, häufig bei Nichtanlage, muss der interradikuläre Raum kieferorthopädisch erweitert werden.

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  • Je nach Platzangebot kann ein 3,3- oder 3,75 mm-Implantat verwendet werden.

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Ersatz des oberen Eckzahnes

Die prothetische Krone sollte bei Exkursionsbewegungen außer Kontakt gestellt werden.
Bei Pro- und Laterotrusion sollten die seitlichen und zentralen Schneidezähne diskludieren.

Ersatz der Prämolaren

Bei reduzierter Knochenhöhe sind Implantate mit größerem Durchmesser indiziert. Der mesio-distale Raum muss dann 8 mm breit sein, um eine Papille und einen gut zu reinigenden Zwischenraum zu erhalten.

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Ersatz der Molaren

Lückenbreite ≥ 12 mm
Einbringen von 2 Standardimplantaten

Lückenbreite > 8 mm und < 12 mm
Einsatz eines Implantates mit größerem Durchmesser

Ist die Lücke kleiner als 8 mm, kann keine Implantation durchgeführt werden.

Die Versorgung des Einzelzahnimplantates

Entscheidenden Einfluss auf das Behandlungsergebnis haben in erster Linie chirurgisch anatomische Gegebenheiten.
Die Implantatlokalisation und die Weichgewebsverhältnisse müssen eine günstige Ausgangssituation für die prothetische Versorgung bieten, um einen ästhetisch befriedigenden Abschluss zu erreichen.

Zementierung oder Verschraubung der Krone?

Kriterien:
  • Implantatsystem
  • Platzangebot im Lückenbereich
  • Verzahnungs- und Führungsverhältnisse
  • Ästhetik, Kronenrandzugänglichkeit
zementierte Kronen

Vorteile:
  • Eine Spaltbildung zwischen Aufbau und Krone ist nicht möglich.
  • Die Verbindung ist stabil und mit Verdrehsicherung rotationssicher.
Nachteile:
  • Die Entfernung des Zementüberschusses kann schwierig sein (Pauletto et al. 1999).
  • Bei einer Erweiterung der prothetischen Versorgung ist eine Zerstörung der Krone nicht zu vermeiden.
    Das provisorische Tragen der Krone ist problematischer als bei einer Verschraubung.
verschraubte Kronen

Vorteile:
  • Eine Reparatur oder ein Austausch der Krone ist unproblematisch.
  • Eine Erweiterung der prothetischen Versorgung ist ohne Zerstörung der Krone möglich.
Nachteile:
  • Eine Spaltbildung zwischen Abutment und Krone ist möglich (Piattelli A et al. 2001).
  • Der Schraubenzugang muss eventuell aus ästhetischen Gründen verschlossen werden.
  • Die Verdrehsicherheit kann teilweise nicht sichergestellt sein und ein Mikrospiel ermöglichen.

Vollkeramik- oder VMK-Krone

Die Auswahl des Kronentyps wird über das Implantatsystem durch die verfügbaren Kronenbasen mitbestimmt.

Ist keine Kronenbasis vorhanden, können VMK-Kronen oder Vollkeramikkronen angefertigt werden.
Vorgefertigte Kronenbasen aus angussfähigen Metallkappen oder Edelmetallgerüsten erfordern VMK-Kronen, Keramikhülsen ermöglichen eine Vollkeramikkrone.

Einzelzahnimplantate im Seitenzahnbereich

In diesem Bereich sollte man den Schwerpunkt bei der Kronengestaltung auf eine gute Hygienefähigkeit legen.
Die Kontaktpunkte sollten punktförmig sein und die Interdentalräume groß.

Einzelzahnimplantate im Frontzahnbereich

In diesem Bereich liegt der Schwerpunkt bei der Kronengestaltung auf einem guten ästhetischem Endresultat.
Die Kontaktpunkte sind eher flächig und die interdentalen Öffnungen klein.


Quellen

  • Jeminez-Lopez V (1999)   Einzelzahnversorgung im Frontzahnbereich   In: Jeminez-Lopez V (Hrsg) Orale Rehabilitation bei implantatgestütztem Zahnersatz. Quintessenz Verlag, Berlin S 21
  • Pauletto N, Lahiffe BJ, Walton JN (1999)   Complications associated with excess cement around crowns on osseointegrated implants: a clinical report   Int J Oral Maxillofac Implants 14:865-8
  • Piattelli A, Scarano A, Paolantonio M, Assenza B, Leghissa GC, Di Bonaventura G, Catamo G, Piccolomini R (2001) Fluids and microbial penetration in the internal part of cement-retained versus screw-retained implant-abutment connections. J Periodontol. 2001 Sep;72(9):1146-50