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Erfrierung

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Inhaltsverzeichnis:



    Ätiologie
    Regionale Kälteeinwirkungen, Eis, Schnee, Wasser, in der Nähe des Gefrierpunktes führen bei ausreichend langer Einwirkungszeit zu lokalen Kälteschäden. Bevorzugt erfrieren Körperteile mit relativ großen Oberflächen wie Nase, Ohren, Finger und Zehen.

    Pathogenese
    Auf die Kälteeinwirkung reagiert die Körperperipherie zunächst mit einem gesteigerten Wärmeangebot (Stadium I).

    Bei anhaltender Kälteeinwirkung erfolgt dann die Schädigung der Zellen bis hin zur Nekrose durch Auskristallisieren des Wassers. So kann man klinisch entsprechend drei Stadien der Erfrierung unterscheiden.

      Pathophysiologie der Erfrierung
    Erfrierungsgrad Pathophysiologisches Substrat Klinik
    I Vasodilatation gesteigerte Kapillarpermeabilität Rötung (in zyanotische Verfärbung übergehend) Schwellung, Schmerzhaftigkeit (reversibel)
    II Vasokonstriktion gesteigerte Permeabilität, Kälteagglutinationen Durchblutungsminderung, Blasenbildung, massives eiweißreiches Ödem, Dehydratation
    III Wasser-Kristallbildung, Anoxie-Stase, Gefäßthrombosen, irrevesible Intimaläsionen Nekrosen, Gangrän

    Die Diagnose resultiert aus Anamnese und klinischem Befund und umfasst wie bei Verbrennungen die Ermittlung der Schweregrade und Ausdehnung der Erfrierungen.

    Therapie
    Sofortmaßnahmen: Bei gleichzeitiger allgemeiner Unterkühlung ist diese vorrangig zu behandeln. Danach erfolgt die rasche Erwärmung im Wasserbad bei 30°C beginnend, innerhalb von einer Stunde auf 40°C ansteigend. Keine mechanischen Traumen (einreiben). Bläschen geschlossen lassen. Möglichst steriler, trockener Verband und vorgewärmte Tücher, aktive Muskelbewegungen, Tetanusprophylaxe, Infusionen mit niedermolekularem Dextran 40.

    Korrektur der Spätschäden: In Abhängigkeit von Lokalisation und dem Ausmaß der Nekrosen: Exzisionen, sparsame Amputationen, plastische Wiederherstellungsoperationen, Autotransplantationen der Haut.
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