Das IMC WIKI ist umgezogen...

... zur OREC-Library. Um zur OREC-Library zu gelangen klicken sie auf den folgenden Link:


OREC-Library
Abb. 1
Only for registered users

| IMC Wiki | Enzyme, Coenzyme, Vitamine

Enzyme, Coenzyme, Vitamine

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück

Inhaltsverzeichnis:



    #pic#
    Spontane biochemische Reaktionen sind, wie oben erwähnt, langsam und quantitativ völlig unbedeutend. Enzyme sind Biokatalysatoren, welche die chemischen Reaktionen um das Millionenfache beschleunigen. Enzyme sind Proteine mit hoher Spezifität. Die Substratspezifität besagt, dass ein bestimmtes Enzym stets nur eine chemische Verbindung, bestenfalls einige nahezu identische Verbindungen als Substrat anerkennt. Für jede chemische Reaktion ist ein spezifisches Enzym vorhanden.

    Bestimmte Enzyme, z. B. die Verdauungsenzyme, werden als inaktive Vorstufen bis zu ihrer Verwendung deponiert (s. u.).

    Die Geschwindigkeit chemischer Umsätze pro Zeiteinheit ist gleichbedeutend mit der Enzymaktivität. Die Maßeinheit ist das Katal (von Katalyse).

    1 Katal (Kat) = Enzymaktivität, die 1 mol Substrat pro Sekunde erzielt.

    Enzymschädigungen durch Toxine u.a. führen zu drastischen Einschränkungen des Stoffwechsels.

    Fehlleistungen der Enzyme beruhen daneben häufig auf erblichen Störungen. Nur wenige genetisch bedingte Enzymvarianten führen aber zur klinischen Manifestation. Zu den "inborn errors of metabolism" (Garrod 1909), welche auf erbliche Defekte spezifischer Enzyme zurückzuführen sind, gehören Zystinurie, Pentosurie, Alkaptonurie.

    Schließlich können auch Virusinfektionen, z. B. Hepatitisvirus, zu Enzymdefekten führen. Dann werden Zellmembranen durchlässig und man kann im Blutserum Zellenzyme feststellen, z. B. die Gamma-GT (Glutamyltransferase) bei Lebererkrankungen oder toxischen Leberschäden.

    Coenzyme sind bei enzymkatalysierten Reaktionen Cofaktoren und Reaktionspartner. Im zweiten Abschnitt des Energiesystems, dem Abbau der Zucker, Fettsäuren, des Glyzerins und der Aminosäuren spielt das Coenzym A (CoA) die zentrale Rolle.

    Das Acetyl-CoA besitzt ein hohes Übertragungspotential. Der G-Wert der Hydrolyse beträgt -7,5 kcal/Mol (-31,4 kJ/Mol).

    Vitamine, organische Moleküle, die in der Nahrung vorkommen und im Stoffwechsel nicht synthetisiert werden können, sind überwiegend Bestandteil von Coenzymen (siehe die folgende Tabelle).

    Vitamine sind überwiegend Bestandteil von Coenzymen
    Vitamin Coenzym
    Thiamin (B 1) Thiaminpyrophosphat
    Riboflavin (B 2) Flavin-Adenin-Dinucleotid
    Flavin-Mononukleotid
    Nicotinsäure Nicotin-Adenin-Dinukleotid
    Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin (B6) Pyridoxalphosphat
    Pantothensäure Coenzym A
    Biotin Kovalent an Carboxylasen gebunden
    Folsäure Tetrahydrofolsäure
    Cobalamin (B12) Cobalamin-Coenzyme
    ANZEIGE:
    Logo IMC Uni Essen Duisburg
    in Kooperation mit
    Logo MVZ Kopfzentrum
    Zahnimplantate,
    Parodontosebehandlungen,
    Aesthetische Zahnbehandlungen
    zu sehr guten Konditionen
    In der Praxis für Zahnmedizin im EKN Duisburg
    Weitere Informationen unter www.mvz-kopfzentrum.de