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| IMC Wiki | Epidemiologie maligner Tumorerkrankungen

Epidemiologie maligner Tumorerkrankungen

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Die Tumorepidemiologie befasst sich mit Häufigkeit und Verlauf bösartiger Tumorerkrankungen. Sie sind die zweithäufigste Ursache der krankheitsbedingten Mortalität in den industrialisierten Ländern Westeuropas sowie in den USA nach den Herz- und Kreislauferkrankungen.
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Inzidenz und Mortalität

Die Tumorinzidenz ist definiert als Zahl der Neuerkrankungen in einer definierten Population innerhalb einer bestimmen Zeitspanne. Sie wird als Rate, z. B. pro 100.000 Personen in einem Jahr, berechnet.

Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen an Krebs in Deutschland wird auf ca. 200.000 Fälle bei Männern und ca. 195.000 bei Frauen geschätzt.
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Die Krebsmortalität ist definiert als Zahl der Krebstodesfälle in einer definierten Population innerhalb einer bestimmen Zeitspanne. Sie wird als Rate, z. B. pro 100.000 Personen in einem Jahr, berechnet.
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Die Inzidenz und Mortalität von Krebskrankheiten zeigt weltweit eine kontinuierliche Zunahme. Gründe dafür sind die fortschreitende Alterung der Population, die Minderung der Sterblichkeit durch andere schwerwiegende Krankheiten und bessere diagnostische Möglichkeiten. Laut WHO-Statistiken wurden in 2000 ca. 10 Millionen Krebs-Neuerkrankungen diagnostiziert, und ca. 6 Millionen Menschen starben an krebsbedingten Leiden weltweit. Dieses bedeutet eine 22% Zunahme der Inzidenz und Mortalität im Vergleich zu 1990

Geschätzte und hochgerechnete Zahlen der neuen Krebserkrankungen in der Welt

Region Jahre
  2000 2010 2022 2050
Welt 10.06 12.34 15.35 23.83
entwickeltere Regionen 4.68 5.31 6.03 6.79
weniger entwickelte Regionen 5.38 7.03 9.32 17.04
Afrika 0.3 0.79 1.04 2.53
Asien (Japan) 0.52 0.61 0.67 0.65
Asien (andere) 3.94 5.17 6.75 10.74
Europa 2.77 3.06 3.36 3.64
Südamerika 0.83 1.10 1.48 2.88
Nordamerika 1.38 1.65 2.03 2.61
Ozeanien 0.11 0.13 0.16 0.24

Merke: die Zahl der Neuerkrankungen (Millionen) bezieht sich auf alle Krebserkrankungen (nach dem "World Health Report 2000")!

Mittleres Erkrankungsalter

Das mittlere Erkrankungsalter beschreibt die altersbezogene Verteilung der Erkrankungsfälle. Das mittlere Erkrankungsalter in Deutschland liegt für Männer bei 66 und für Frauen bei 67 Jahren.

Relative Überlebensrate

Zur Beurteilung der Prognose von Krebserkrankungen werden häufig relative Überlebensraten berechnet. In wissenschaftlichen Publikationen werden oft die 5-Jahres-Überlebensraten als Messparameter zur Prognose angegeben. Seit den 70er Jahren zeigt sich insgesamt eine Verbesserung der Überlebensraten von Krebspatientinnen und Krebspatienten in Deutschland.

Relative 5-Jahres-Überlebensraten mit Krebs:
  • sehr günstig (zwischen 75 % und mehr als 90 %) für den Lippenkrebs, das maligne Melanom der Haut und den Hodenkrebs
  • sehr ungünstig (unter 10 %) bei Speiseröhrenkrebs, bei Krebs der Bauchspeicheldrüse und bei Lungenkrebs der Männer


Quellen

  • Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland (Hrsg.) (2004)   Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends   Saarbrücken
  • Kumar V, Cotran RS, Robbins SL (1993)   Grundlagen der Allgemeinen Pathologie   Gustav Fischer Verlag Stuttgart-Jena-New York 1993
  • Parkin DM et al (2001)   Cancer Burden in the year 2000   Eur J Cancer 2001