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Osteomalazie

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Definition und klinisches Bild

Die Osteomalazie gehört zu den Vitamin-D-abhängigen Osteopathien des Erwachsenen. Sie ist durch Störung der Skelettmineralisiation, histologisch durch eine Vermehrung von Osteoid charakterisiert.

Die Osteomalazie ist eine generalisierte Skeletterkrankung mit unzureichender Mineralisation der Knochengrundsubstanz, die nach Abschluss des Skelettwachstums auftritt. Dabei wird der normale Knochenumbau durch mangelhafte Mineralisation des neu gebildeten Osteoids gestört, während der osteoklastische Knochenabbau normal abläuft.

Ursachen
  • Vitamin-D-Mangel (mangelnde Zufuhr bzw. Resorption im Darm)
  • Nierenschädigung mit Verlust von Calcium
  • verminderte Phosphatabsorption
  • unzureichende Bildung von alkalischer Phosphatase der Osteoblasten
Formen

Entsprechend der unterschiedlichen Ätiologie werden folgende Formen unterschieden:
  • puerperale (schwangere und stillende Frauen),
  • renale und
  • senile Osteomalazie
Symptomatik

Generalisierte Schmerzen des gesamten Skeletts treten auf. Die vorher normale Knochenstruktur wird in weiches Osteoid umgewandelt. Dadurch kommt es zu Verkrümmungen und Deformierungen des Skeletts. Die wichtigsten Komplikationen sind Ermüdungsfrakturen. Im Schädelbereich entstehen breite, nicht verkalkte Osteoidsäume, die im Röntgenbild als verwaschene Strukturen mit fleckigen, oft recht spärlichen Verkalkungen zu erkennen sind.

Nachweis/Histologie

Röntgenbild: verwaschene Struktur mit teils fehlender, teils fleckig-spärlicher Verkalkung des Knochens;
Laborparameter zum Calcium- und Phosphatstoffwechsel im Serum und Harn bestimmen

histologisch: Charakteristisch ist die Vermehrung von Osteoid. Die Mineralisierungszeit wird nach zweifacher Tetracyclingabe zwischen den sich bildenden Fluoreszenzstreifen gemessen.

Therapie

Vitamin D: Danach kommt es in der Regel innerhalb weniger Wochen zur Beschwerdefreiheit.

Weiterführende Artikel

> Knochenläsionen, metabolisch


Quellen

  • Peters KM (Hrsg.), Knochenkrankheiten (2002)