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| IMC Wiki | Ellbogen

Ellbogen

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Anatomie und Physiologie

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Die lokomotorische Einheit Ellenbogen besteht aus Oberarmbeim (Humerus), Speiche (Radius) und Elle (Ulna), dem Ellenbogengelenk (Articulatio cubitis), den dieses bewegenden Muskeln des Oberarmes und den Leitungsbahnen. Der Ellenbogen besteht aus drei Teilgelenken:
  • Oberarm-Ellen-Gelenk (Articulatio humero-ulnaris)
  • Oberarm-Speichen-Gelenk (Articulatio humero-radialis)
  • proximales Speichen-Ellen-Gelenk (Articulatio radio-ulnaris)
[im distalen Unterarm besteht ein weiteres Speichen-Ellen-Gelenk (Articulatio radio-ulnaris distalis)].

Gelenkkapsel:
Die drei Gelenke besitzen eine gemeinsame Gelenkkapsel (Infektionen betreffen stets alle drei Gelenke und lassen sich gemeinsam drainieren). Drei Bänder verstärken die Gelenkkapsel:
  • Innenband (Lig. collaterale ulnare)
  • Außenband (Lig.. collaterale radiale)
  • Ringband (Lig. anulare radii)
Beweglichkeit des Ellenbogengelenkes
Oberarm-Elle: Scharniergelenk
Oberarm-Speiche: Scharnier- und Drehgelenk
Speiche-Elle: Radgelenk
Das Auswärts- und Einwärtsdrehen (Supination, Pronation) reicht von 90°-0°- 90°.

Muskulatur des Ellenbogengelenkes
Beuger (Flexoren) Innervation N. musculocutaneus
Strecker (Extensoren) Innervation N. radialis

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Leitungsbahnen
Sie verlaufen im wesentlichen in der medialen Bizepsrinne.

Arterien
A. brachialis und ihre Verzweigungen
A. radialis, ulnaris interossea

Venen
Die Venen sammeln sich in der V. axillaris.

Nerven
N. medianus, radilais, ulnaris
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Erkrankungen und Verletzungen des Ellenbogens

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Der Ellenbogen ist im Alltag hohen Belastungen ausgesetzt, die auf eines der sensibelsten Gelenke auftreffen. Deshalb sind Verletzungen und degenerative Veränderungen relativ häufig. Die Verletzungen gehen oftmals mit Nervenläsionen einher, entweder durch das Unfalltrauma oder beim Versuch der Behandlung. Primäre Nervenschäden verlangen die operative Revision. Eine exakte Dokumentation schützt vor juristischen Schadenersatzansprüchen.

Tumoren

Im Oberarmbein entstehen relativ häufig solitäre Zysten, das Osteosarkom, Chondrosarkom, Ewing-Sakrom und Chrondroblastom. Im Radius wachsen häufig Riesenzelltumoren, relativ häufig Ewing-Sarkome, Chondrom, in der Elle Riesenzelltumoren, Chondrosarkome, Osteosarkome, maligne Lymphome. Gelenkabschnitte sind sehr selten Standort maligner, häufig benigner Tumoren.
Metabolische Knochenerkrankungen sind vor allem Lokalisationen der Osteodystrophie, Hyperparathyreoidismus.
Entzündliche Erkrankungen spielen sich am Ellenbogen relativ häufig ab, hämatogene Osteomyelitis (Metaphysen), Bursitis, Tendovaginitis, Epikondylitis (Tennisellenbogen).
Von den degenerativen Erkrankungen werden vor allem Arthrosen und die Chondromatose des Gelenkes diagnostiziert.
Fehlbildungen sind in erster Linie die radioulnäre Synostose, die Madelung-Deformität (Bajonettstellung der Hände durch Wachstumsstörung des distalen Radiusendes) und Achsenabweichungen (cubitus varus, valgus).

Oberarmschaftbruch

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Klassifizierung (AO) in drei Gruppen:
A = einfache Fraktur
B = Keilfraktur
C = komplexe Fraktur

Klinik:
Unfallmechanismus:

direktes oder indirektes Trauma

Anamnese und klinischer Befund ergeben die Diagnose: Funktionsstörung, Schmerzen, Fehlhaltung, Hämatom

Detaillierte Diagnostik:
Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen

Therapie: #pic# #pic#
nach den Empfehlungen des Gerhard-Küntscher-Kreises konservativ oder operativ

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Diese Behandlung ist bei geschlossenen Frakturen allen anderen Behandlungsmethoden überlegen; bei offenen, infizierten Frakturen und Weichteildefekten: Fixateur externe. Spezielle Operationsindikationen sind:
  • Polytrauma (Pflegeerleichterung)
  • schwere Thoraxtraumen
  • offene Frakturen
  • Weichteilinterponate
  • dicker Weichteilmantel
Konservative Therapie:
Reposition, Desault-Verband, Brace-Behandlung (s. o.); nach drei Wochen besteht in der Regel Übungsstabilität.
Ziel der operativen Behandlung: Übungs- und Gebrauchsstabilität
Belastungen: In Abhängigkeit vom Röntgenbefund nach 6-8 Wochen

Komplikationen:
Verletzung des N. radialis

Methoden: #pic#
  • Marknagelung
  • (Bündelnagelung)
  • Platten
  • externe Fixation

Distale Humerusfraktur

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Das Ellenbogengelenk ist Ort zahlreicher Frakturvarianten (Oberarm, Elle, Speiche). Konservative Therapien haben meistens ungenügende Resultate; deshalb, und weil die Ellenbogengelenke für alle manuellen Tätigkeiten (Geschicklichkeit) von großer Bedeutung sind, wird in der Regel offen reponiert und durch Osteosynthesen stabilisiert.

Unfallmechanismus:
Sturz auf den gebeugten Ellenbogen und direkte Traumen

Klinik:
Unbrauchbarkeit des Ellenbogengelenkes

Symptome:
direkte und indirekte Frakturzeichen

Diagnostik:
Klinik, Röntgen, Computertomographie

Eine Indikation zur konservativen Therapie besteht nur bei geringfügigen Frakturen ohne Gelenkstufen, nicht narkosefähigen alten Menschen.

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Hauptziel ist, vor allem bei Jugendlichen, die ideale anatomische Wiederherstellung der Gelenkflächen.

Komplikationen:
Verletzung von A. und V. brachialis, Nn. radiales und medianus, ischämische Kontrakturen, Kompressionssyndrom

Ergebnisse: #pic#
Bei exakter anatomischer Reposition, primärer komplikationsloser Heilung bei jugendlichen Patienten sehr gut.

Proximale Radius- und Ulnafrakturen

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Proximale Frakturen - Klassifikation der AO
A = extraartikuläre Fraktur
B = artikuläre Fraktur eines Knochens
C = artikuläre Fraktur beider Knochen

Radiuskopf- und -halsbrüche

Unfallmechanismus:
Sturz auf die Hand bei gestrecktem Ellenbogen

Klinik - Funktionsstörungen:
Schmerzen, Schwellung, Funktionseinschränkung besonders Pronation und Supination

Diagnostik:
klinische Symptomatik, Röntgen in drei Ebenen

Therapie:
eschlossene Reposition, Gipsverband, wenn nicht oder nur wenig verschoben

Indikationen zur Operation:
nicht reponierbare Frakturen, dislozierte Meißelfrakturen, Trümmerbruch

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Schraubenosteosynthese einer Radius-(Speichen-)Köpfchen-Meißelfraktur vor der Operation

#pic# nach der Operation

Ellenhakenbruch

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Unfallmechanismus:
direkte Gewalteinwirkung häufig als Begleitverletzung bei Luxationsfrakturen

Charakteristika:
Typ I bis IV wegen des M. Trizepssehnenzuges Dislokationen

Klinik - Funktionsstörungen:
schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Ellenbogengelenkes, lokaler Druckschmerz, Tasten der Fraktur und Dislokation, großes Hämatom, fehlende Streckfähigkeit

Diagnostik:
klinischer Befund, Röntgenuntersuchung seitlich

Komplikationen:
gering, Funktionseinschränkung, Arthrose

Ellenbogenluxationen

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Unfallmechanismus:
meistens indirekte Traumen mit Überextension, häufig mit Frakturen, gelegentlich mit Gefäßverletzungen

Therapie:
konservativ oder operativ; Reposition, Ruhigstellung, ca. 4 Wochen gespaltener Oberarmgips, 90° Beugung oder Brace mit Ellenbogengelenkscharnier

Indikationen zur Operation:
offene Gelenkverletzungen, beschädigte Leitungsbahnen, Misslingen der Reposition, zusätzliche Radiusköpfchenfraktur und/oder Olekranonfraktur, Epikondylusabriss, Proc. coron.-Fraktur

Komplikationen:
Bandinstabilität (sekundäre operative Kapselraffung), periartikuläre Verkalkung, Osteochondrosis dissecans

Monteggia-Fraktur

Unfallmechanismus:
direkte Gewalteinwirkung auf den Unterarm

Charakteristika: #pic#
Ulnafraktur, mit Radiusköpfchenluxation, Typisierung nach Bado

Klinik - Funktionsstörungen:
sehr schmerzhafte Bewegungseinschränkung

Therapie:
Fast ausschließlich operativ: Reposition, Gipsverband sind selten von Erfolg gekrönt.

Operative Technik:
offene Reposition, Ulnaplatte

Komplikationen: selten