Das IMC WIKI ist umgezogen...

... zur OREC-Library. Um zur OREC-Library zu gelangen klicken sie auf den folgenden Link:


OREC-Library
Abb. 1
Only for registered users
Abb. 2
Only for registered users
Abb. 3
Only for registered users
Abb. 4
Only for registered users
Abb. 5
Only for registered users
Abb. 6
Only for registered users
Abb. 7
Only for registered users
Abb. 8
Only for registered users
Abb. 9
Only for registered users
Abb. 10
Only for registered users
Abb. 11
Only for registered users
Abb. 12
Only for registered users
Abb. 13
Only for registered users
Abb. 14
Only for registered users

| IMC Wiki | Mamma, Erkrankungen

Mamma, Erkrankungen

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück



Zelluläre Läsionen - Tumoren

Tumorartige Läsionen der Mamma sind die Hypertrophie, Mastopathien, Adenosis mammae. Hierbei handelt es sich um teilweise hormonabhängige Gewebeveränderungen mit Fibrose, Zystenbildung, Gangsystemproliferationen, teilweise mit Sklerosierung. Die proliferativen Formen, d. h. Wachstum mit Zellvermehrung, haben eine doppelt so hohe Inzidenzrate zur Karzinomentstehung wie die nicht-proliferativen, welche nicht als Präkanzerosen gelten.
ANZEIGE:
Logo IMC Uni Essen Duisburg
in Kooperation mit
Logo MVZ Kopfzentrum
Zahnimplantate,
Parodontosebehandlungen,
Aesthetische Zahnbehandlungen
zu sehr guten Konditionen
In der Praxis für Zahnmedizin im EKN Duisburg
Weitere Informationen unter www.mvz-kopfzentrum.de

Neoplastische Läsionen

Neoplastische Läsionen (Tumoren) sind Papillome, in der Einzahl harmlos, als Papillomatose eine Präkanzerose.
Mamillenadenome, lobuläre und laktierende, haben eine gute Prognose.
Fibroadenome sind die häufigsten gutartigen Mammatumoren; sie sind hormonabhängig.

Klinik:
Die gutartigen Veränderungen der Mamma sind überwiegend symptomlos. Die Diagnose resultiert aus dem Tastbefund, der Mammographie und gezielten histologischen Untersuchungen. Alle pathologischen Tastbefunde müssen histologisch geklärt werden.

Das Mammakarzinom

Das Mammakarzinom ist mit 30 % der häufigste maligne Tumor der in der westlichen Welt lebenden Frauen über 25 Jahre.

Pathogenese: #pic#
Die Ätiologie ist unbekannt. Ursächlich liegt aber offensichtlich eine Erkrankung des gesamten Laktationssystems zugrunde (multifokales Auftreten), welche eine familiäre Häufung sowie hormonelle Faktoren beinhaltet. Eine virale Genese wird nicht ausgeschlossen. Weitere Risikofaktoren betreffen Vorgaben des endokrinen Systems, die Körperkonstitution und Essgewohnheiten.

Pathologische Anatomie:
Das Mammakarzinom tritt vorwiegend im äußeren oberen Quadranten und in Mamillennähe, links häufiger als rechts, auf. Makroskopisch imponieren Mammakarzinome meistens als derbe, unscharf begrenzte Knoten. Histologisch sind Nekrosen und Mikroverkalkungen vorhanden.
Das duktale Karzinom breitet sich ausschließlich innerhalb der Milchgänge aus - intraduktales Karzinom oder - invasiv duktales Karzinom. Intraduktale Karzinome sind histologisch als solide, papilläre und Drüsen-in-Drüsen-strukturierte Zellverbände zu erkennen, welche z. T. verkalken (Milchkalk). Das intraduktale Karzinom geht langfristig in ein invasives Karzinom über. Invasive duktale Karzinome bilden drüsige oder solide Zellhaufen mit vermehrter Stromabildung. Überwiegt diese, spricht man vom szirrhösen Karzinom.
Das lobuläre Mammakarzinom wächst zunächst ebenfalls nicht, später dann invasiv. Das lobuläre Carcinoma in situ wächst in den Azini des Lobulus, häufig multizentrisch und bilateral. Das invasive Karzinom dringt, reichlich von Stroma umgeben, in das umliegende Gewebe ein.
Tubuläre Karzinome bestehen aus Gangwucherungen in Tubulusform.

#pic#
Papilläre Karzinome bestehen aus papillären Zellformationen.
Muzinöse Karzinome sind exzessiv schleimbildend.
Medulläre Karzinome sind zellreich und arm an Stroma, welches mit Plasmazellen und Lymphozyten durchsetzt ist (Immunabwehr).

Mammakarzinome können bevorzugt flächenhaft vertikal, horizontal oder ulzerös wachsen.

Paget-Karzinom

#pic#
Beim Paget-Karzinom wachsen Tumorzellverbände intradermal in die Mamillenregion und führen zu ekzemartigen Oberflächenveränderungen.
Inflammatorische Karzinome sind ödematös, hyperämisch.
Minimalkarzinome haben Durchmesser unter 5 mm.
Die Malignitätsbestimmung ist für die Prognose der wichtigste Faktor. Sie verlangt vom Pathologen große Erfahrung. Die Bewertung nach der WHO betrifft Tumorgröße, Malignitätsgrad, Lokalisation.

TNM-Kurzfassung 1997 - Mammakarzinom
Tis   In situ    
T 1   ≤ 2 cm    
  T 1mic   ≤0,1 cm  
  T 1a   >0,1-0,5 cm  
  T 1b   >0,5-1 cm  
  T 1c   >1-2 cm  
T 2   > 2-5 cm    
T 3   > 5 cm    
T 4   Brustwand,/Haut soweit unter T4a-T4d beschrieben
  T4a   Brustwand  
  T4b   Hautödem/Ulzeration, Satellitenknötchen der Haut
  T4c   4a und 4b  
  T4d   entzündliches Karzinom  
 
N1 beweglich Axilllär pN1  
    pN1a nur Mikrometastasen ≤ 0,2 cm
    pN1b Makrometastasen
(i) 1-3 Lymphknoten,
> 0,2 bis > 2 cm
(ii) ≥ 4 Lymphknoten,
> 0,2 bis < 2 cm,
(iii) durch Kapsel ,< 2 cm
(iv) ≥ 2cm
N2 fixiert axillär pN2 fixiert axillär
N3 A. mammaria interna pN3 A. mammaria interna

Metastasierung des Mammakarzinoms

#pic#
Die Lokalisation von Metastasen hängt von der Tumorlokalisation ab (außen häufiger Axilla, innen häufiger Mammarialymphknoten). 48 % der Karzinome sind oben außen lokalisiert. Die Wahrscheinlichkeit der Metastasierung in die Achselhöhle läuft der Tumorgröße parallel. Fernmetastasen bevorzugen die Knochen. Bei Befall von nur eins bis drei Lymphknoten beträgt die 10-Jahres-Überlebenszeit mehr als 60 %, bei mehr als drei lediglich 30 %. Für den Befall der Mammarialymphknoten sind Größe des Primärtumors und die Zahl der befallenen Axillalymphknoten entscheidend. Mit axillärem Lymphknotenbefall beträgt die Häufigkeit etwa zwischen 25 % (bei Tumoren unter 20 mm Durchmesser) und 35 % (bei Tumoren über 20 mm). Die Mammakarzinomentwicklung im höheren Lebensalter geht mit geringerer Frequenz von Lymphknotenmetastasen einher als bei mittleren Altersklassen.

Hämatogene Metastasierung

#pic#
Hämatogene Tumorabsiedlungen sind häufig und treten frühzeitig auf. Die Entwicklung von Metastasen aus diesen kann wenige Monate bis viele Jahre dauern (okkulte Fernmetastasen). Diese Tatsache bedeutet bei diesen Karzinomen eine Relativierung der Bedeutung der "5-Jahres-Heilung", ja sogar der 10-Jahres-Überlebenszeit.

Klinik:
Mit dem zweiten Dezennium steigt die Frequenz der Mammakarzinome kontinuierlich an. Bei Männern ist das Mammakarzinom selten (Männer zu Frauen = 1:100).

#pic#
Nach den ersten Symptomen dauert es bis zur Diagnose häufig bis zu einem halben Jahr und länger. Vorsorgeuntersuchungen könnten diesen Zeitraum verkürzen. Wichtig ist die Aufklärung der Menschen und die Belehrung und Anleitung durch den Hausarzt zur Selbstuntersuchung und die Notiz von Hautveränderungen, Absonderungen und Verfärbungen.

Symptome:
  • Veränderungen der Mamille
  • tastbare Knoten
  • Absonderungen über den Milchgang
  • Vergrößerung der axillären Lymphknoten
Diagnose: #pic#
  • Anamnese (Risikofaktoren)
  • klinische Untersuchung
  • Mammographie
  • Thoraxübersichtsaufnahme
  • Sonographie (Leber)
  • Skelettszintigraphie
  • Punktion oder Probeexzision und
  • histologische Untersuchung bei großen,
  • diagnostische Totalexzision bei kleinen Läsionen
  • Hormonrezeptorbestimmungen
  • Laboratoriumsanalysen
    • Blutbild, Senkung, Leberenzyme,
    • alkalische Phosphatase, CEA, Ca 15-3,
    • allgemeine unspezifische Laboratoriumsanalysen
Für die Therapie gelten folgende Grundsätze:
  1. Die chirurgische Exzision ist die Therapie der Wahl.
  2. Mit relativ "kleinen Operationen" können bei nichtinvasiven Karzinomen gleiche Ergebnisse erzielt werden wie mit großen überradikalen Eingriffen.
  3. Die chirurgische Therapie muss in Abstimmung mit dem klinischen Pathologen und Radiologen erfolgen.
  4. Segmentresektionen sind nur bei kleinen (< 25 mm) solitären unilateralen Tumoren zulässig.
  5. Die subkutane Mastektomie ist größeren (> 25 mm) Tumoren vorbehalten.
  6. Die Revision des ipsilateralen Axilla ist ab Level II vorgeschrieben.
Bei lobulären Karzinomen haben in gleicher Sitzung multiple Exzisionen aus der kontralateralen Mamma einherzugehen. Invasive Karzinome werden heute "eingeschränkt radikal" (nach Patey) operiert:
Brust mit Haut und Axilläre Lymphknoten
Mamille mit Musculus (partiell oder total)
pectoralis minor

Die Lymphadenektomie richtet sich nach dem Befall:
Level I = untere Axilla
ipslateral axillär Level II = mittlere Axilla
Level III = obere Axilla
ipsilaterale Lymphknoten entlang der A. mammaria interna

Andere befallene Lymphknoten gelten als Fernmetastasen. Die Lymphadenektomie erfolgt grundsätzlich bei jedem invasiven Karzinom im Level I und II. Sind diese Lymphknoten z. T. befallen, erfolgt auch die Exzision der Lymphknoten im oberen Bereich der Axilla. Bei brusterhaltenden Operationen können in gleicher Sitzung plastische Manöver oder Rekonstruktionen erfolgen. Brusterhaltende Tumorresektionen verbieten sich bei großen (> 3 cm) invasiv wachsenden Tumoren, bei Lymphangiosis carcinomatosa und Multizentrität. Inflammatorische Karzinome werden erst nach den oben genannten Prinzipien operiert, wenn durch eine präoperative Chemotherapie die Entzündungszeichen und das Ödem beseitigt wurden. Nach Ablatio mammae kann eine plastische Rekonstruktion der Brust erfolgen.

Zusatztherapie

#pic#
  • Strahlentherapie - Indikationen:
    -Axilla:
  • nicht radikale Mastektomie
  • Infiltration des axillären Fettgewebes
  • Mammarialymphknoten:
    • axillärer Lymphknotenbefall
    • Alter über 60 Jahre
    • alle brusterhaltenden Operationen
Kontraindikationen:
  • radikale Operationen ohne Nachweis von Lymphknotenbefall
  • jüngere Frauen nach radikalen Operationen: nicht die Axilla
Komplikationen:
  • Lymphödem (Tumorbefall, Bestrahlung, Adipositas, Lymphadenektomie begünstigen die Entstehung)
  • Nervenschädigung

Chemotherapie (Cyclophosphamid, Methotrexat, Fluorouracil)

Indikationen:
  • Fernmetastasen
  • (auch nach Metastasenexzision)
  • Rezidive nach Bestrahlung
  • Frauen unter 50 Jahre
  • nachgewiesener Lymphknotenbefall
adjuvante Therapie mit Tamoxifen (Antiöstrogen):
  • Patienten über 50 Jahre
  • nachgewiesener axillärer Lymphknotenbefall

Hormontherapie

Das Mammakarzinom kann über Hormonrezeptoren der Tumorzellen für Wachstumshormon, Prolaktin, Kortikosteroide, Testosteron, Progesteron und Östrogene im Wachstumsverhalten beeinflusst werden. Werden solche in der Tumorzelle nachgewiesen (Östrogen- und Progesteronrezeptoren), so kann das Karzinom durch Hormonbehandlung auch beeinflusst werden (bis zu 70 %). Fehlen solche Rezeptoren, ist die Hormonbehandlung ohne Erfolg. Dies gilt auch für Tumoren mit Rezeptoren, wenn Hirnmetastasen vorliegen. Die Hormontherapie umfasst:
  1. Ovarektomie (junge Frauen bis 5 Jahre nach der Menopause, bei älteren Frauen: Antiöstrogentherapie)
  2. medikamentöse Inhibition der Nebennierenrinde (und der Tumorzelle) bei der Umwandlung von Androgenen zu Östrogenen; Präparat: Aminoglutethimid
  3. Antigestagene
  4. Hypophysektomie (oder stereotaktische Zerstörung)
  5. additive Hormontherapie: Gestagene, Kortikosteroide, Östrogene, Androgene
Prognose:
Ungünstige prognostische Faktoren
Hormonrezeptorstatus negativ
Zahl der befallenen axillären Lymphknoten mehr als 3
Histologischer Malignitätsgrad 2 und 3
Alter über 54 Jahre
Lokalisation des Tumors retromammilär
Tumorgröße größer als 4 cm
Tumorabgrenzung gegenüber der Umgebung schlecht
Histologischer Typ duktale und lobuläre Karzinome
Inflammatorisches Karzinom ebendieses

Bei einer 10-Jahres-Überlebensrate von 30 % nach primärer Resektion operabler Mammakarzinome ohne Chemotherapie beträgt diese mit Chemotherapie über 40 %. Mehr als 50 % der Patienten erleiden trotz Chemotherapie ein Rezidiv.

Therapie des Mammakarzinoms mit Fernmetastasen
Die Therapie des metastasierten Mammakarzinoms kann zu mehrjährigen Überlebensraten, aber nicht zu einer definitiven Heilung führen. Die systemische Therapie ist umso aussichtsreicher, je später die Metastasen auftreten, wenn Hormonrezeptoren vorhanden sind, nur ein Organ mit Fernmetastasen in geringer Zahl besiedelt ist, die Patientin sich seit mehr als 5 Jahren nach der Menopause in gutem Zustand befindet. Die Therapie gliedert sich in:
  1. ablative Hormontherapie (Hypophysektomie, Ovarektomie)
  2. LH-RH-Antagonisten, Antiöstrogene, Antigestagene, Aromataseinhibitoren
  3. medikamentöse Hormontherapie (Kortikosteroide, Gestagene, evtl. Androgene)
  4. Zytostatika
  5. Resektion von Metastasen (z. B. Leber, Lunge, Hirn)

Das Mammakarzinom des Mannes

Bei den seltenen, meistens weit fortgeschrittenen Karzinomen des Mannes ist immer die chirurgische Exzision mit Lymphadenektomie indiziert. Diese Tumoren haben meistens Östrogenrezeptoren. Deshalb umfasst die Nachbehandlung neben der routinemäßigen Bestrahlung der Lymphknoten und adjuvanten Chemotherapie eine Hormonbehandlung (Östrogene und Gestagene) und die Orchiektomie.

Fehlbildungen der Mamma

Fehlbildungen der Mamma sind die
Amastie (Fehlen des Drüsenkörpers und der Mamille)
Aplasie (Unterentwicklung des Drüsenkörpers)
Polythelie (Überzahl von Mamillen)
Polymastie (mehrere Drüsenkörper)
Die Therapie besteht im plastischen Aufbau, der Exzision überzähliger Drüsenkörper und Mamillen.

Hypertrophie

Die Hypertrophie der Mammae kann sich ein- oder beidseitig entwickeln und wird bei der Frau Makromastie, beim Mann Gynäkomastie genannt. Die Makromastie tritt als Pubertätshyperplasie oder als Graviditätshyperplasie auf.

Pathogenese:
reversible Überreaktion auf hormonelle Einflüsse

Pathologische Anatomie:
- sklerosierendes Stroma mit Gangektasien und -einsprossungen
Sekundäre Folgen beruhen auf den gewichtsbedingten Haltungsschäden mit entsprechenden Wirbelsäulenveränderungen.

Klinik:
Im Vordergrund stehen Symptome der psychischen Belastung und Rückenschmerzen.

Diagnose:
klinischer Befund, Mammographie, Biopsie und histologische Untersuchung.

Therapie: #pic# #pic# #pic#
Bei Irreversibilität kommt eine plastische Verkleinerungsoperation in Frage. Bei hypoplastischen Mammae besteht die Möglichkeit des operativen Aufbaues (Augmentationsplastik). Dabei werden Kunststoffimplantate verwendet.

Gynäkomastie

#pic#
Pathogenese:
hormonelle Dysfunktionen, Hypogonadismus, Östrogen, Hyperöstrogenismus, Hypophysentumoren, Hodentumoren bei beidseitiger Gynäkomastie, unklare Ätiologie bei den meisten einseitigen Formen

Pathologische Anatomie:
Hyperplasie der epithelialen und mesenchymalen Drüsenanteile, erweiterte Gänge, papilläre Epithelsprossen

Symptome:
gelegentlich Schmerzen, psychische Beeinträchtigung

Diagnose:
klinischer Befund, tastbarer Drüsenkörper, Mammographie, breit gefächerte Hormonanalysen

Therapie:
chirurgische Exzision - histologische Untersuchung (Mammakarzinom?)

Mastitis

#pic#
Entzündungen der Mamma treten überwiegend in Zusammenhang mit der Laktation auf:
- Akut eitrige Mastitis: eitrige Entzündung bei Rhagaden und Invertierung
- Interstitielle Mastitis: phlegmonöse Entzündung durch Keime vom Mund des Kindes
- Parenchymatöse Mastitis: Eindringen von Keimen in die Milchgänge, eitrige Entzündung, Einschmelzung, Abszedierung
- Chronische Mastitis: Milchgangektasie durch Stauung oder chronische eitrige Mastitis
- Chronisch-unspezifische Mastitis: unterschwellige abszedierende Mastitis
- Periduktale Mastitis: Ektasie der Milchgänge, Sekretstau, intraduktale Entzündung, Granulome, Lymphadenitis
- Fettgewebsnekrosen: Folge eines Traumas

Klinik
Symptome:
Schmerzen, Fieber, Schwellung, Rötung, Leukozytose

Diagnose:
klinischer Befund, Mammographie, bakteriologische Untersuchung des Sekrets

Therapie:
Antibiotika, Kühlung, Inzision bei Einschmelzungen

Mastopathie

#pic#
>Definition:
Knotenbildung auf dem Boden hormonabhängiger Epithel- und Mesenchymstrukturen mit Zystenbildung

Pathogenese:
unbekannt, eventuelle hormonelle Dysregulationen

Pathologische Anatomie:
je nach Überwiegen der unterschiedlichen zellulären Bestandteile:
  • nicht proliferierend (Faservermehrung)
  • proliferierend (Azinus- und Milchgangvermehrung)
  • Adenosis (Hyperplasie der Azinusepithelien, auch mit Sklerosierung)
  • proliferierend mit Zellatypien (duktale und lobuläre Hyperplasie mit Zell- und Kernatypien - Differentialdiagnose: Carcinoma in situ)
Proliferierende und mit Zellatypien ausgestattete Mastopathien begünstigen die Karzinomentstehung!

Klinik
Symptome:

vergrößerte, knotige schmerzlose Knoten

Diagnose:
histologische Untersuchung von Probeexzisionen

Therapie:
bei proliferierenden Entzündungen und dem Nachweis von Zell- und Kernatypien: prophylaktische subkutane Mastektomie