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| IMC Wiki | Haut und Weichteile, Pathologie

Haut und Weichteile, Pathologie

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Der Ursprung der Entwicklung der Haut liegt im Ektoderm (Epidermio- und Melanozyten) und dem Mesoderm (Korium). Verschiedene chemische, physikalische und biologische Noxen veranlassen eine Keratinozytenverhornung (Parakeratose), klinisch schuppende Hauterkrankungen. Durch Beschädigung der Haftorganellen entstehen Bläschen (Bullae).
Die Epidermis wird durch Diffusion vom Korium aus ernährt. Sie besitzt keine Blutgefäße. Im Korium befinden sich sensible Nervenendungen, welche bei bestimmten Erkrankungen mit Veränderungen des interstitiellen Milieus Juckreiz auslösen.
Das immunologische System ist in der Haut in Gestalt der Langerhans-Zellen und T-Lymphozyten repräsentiert. Hier spielen sich immunologische Prozesse ab, klinisch als Effloreszenzen erkenntlich.
Neoplastische Läsionen nehmen ihren Ursprung von Zellen der Epidermis, den Melanozyten, den Langerhans-Zellen, den Hautanhangsgebilden und dem Bindegewebe.
In der Haut und den Hautanhangsgebilden werden zahlreiche Infektionen und nicht bakterielle Entzündungen beobachtet.
Traumata, mechanisch, chemisch, physikalisch, einschließlich strahlenbedingt, sind ein Tribut der Abwehrfunktion der Körperhülle.
Zahlreiche kybernetische Läsionen entstehen primär oder sekundär in der Körperhülle, z. B. die Striae beim Morbus Cushing (Hautstreifen, s. Die Überfunktion der Nebennierenrinde - Das Cushing-Syndrom). Schließlich sind zahlreiche Läsionen im Gefolge von Transportstörungen der Blut- und Lymphgefäße Ausgangspunkt pathologischer Abläufe in der Haut, z. B. das Ulcus cruris bei Varikosis mit venöser Stauung (Krampfadern).

Symptomatik:
Klinisch erkennbare Reaktionsformen der Haut sind vor allem Effloreszenzen.

#pic#
Es sind immer wiederkehrende pathologisch anatomische Läsionen auf dem Boden bestimmter, sich teils überlagernder pathophysiologischer Abläufe. Ihre Kenntnis ist Voraussetzung für die Unterscheidung von Hauterkrankungen.
Primäreffloreszenzen entstehen auf im übrigen gesunder, Sekundäreffloreszenzen auf erkrankter Haut. Charakteristika sind:
  • die Farbe: Rötung, Weißfärbung, Braunfärbung, Gelbfärbung, Blaufärbung
  • die Form:
    • Papeln (Erhabenheit)
    • Vesikula (Bläschen)
    • Bulla (Blase)
    • Pustel (Eiterblase)
    • Squama (Sekundärschuppe)
    • Crusta (Eintrocknung)
    • Ulkus (tiefer Defekt)
nach dem Ursprung: Mykosen der Haut
  • kutane, epikutane Mykosen
  • Kandidose
  • Myzetome
Parasitosen der Haut
  • Ekto-/Endoparasitosen
  • Borellien
Diagnostik: #pic#
Die klinische Untersuchung umfasst:
  • Besichtigung aller Hautareale
  • Registrierung nach Regionen
    (behaart, lichtexponiert, talgdrüsenreiche, schweißdrüsenreiche Regionen, Hautfalten, hautnahe Schleimhäute, Lymphknoten, Hautgefäße, Pulstastpunkte)
Anamnese:
zeitlicher Ablauf, Zusammenhänge mit Exposition (Licht, Nahrung, Arzneimittel, familiäre Häufung)
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Hauttests

Allergiediagnostik (epikutane, intrakutane Testung)

Histologische Untersuchung:
normale Färbung (HE), mit Immunfluoreszenzfärbung, immunhistochemisch, elektronenmikroskopisch, In situ-Hybridisierung (DNS, RNS-Sequenzen)

Mikrobiologische und serologische Tests

Ausstriche, Gramfärbung, Bakterienkultur nach Auflösung des Hornmaterials (Pilze, Hyphen und Sporen), Pilzkultur, serologischer Nachweis zirkulierender Antikörper (HIV, Syphilis)

Genetische Analysen

Eine große Zahl dermatologischer Erkrankungen sind genetisch angelegt und die zuständigen Gene, z. B. der Verhornungsstörungen komplett im Genom kartiert. Nahezu alle bis vor wenigen Jahren als Erkrankungen ungeklärter Ätiologie aufgeführten Hautkrankheiten sind dadurch in ihrem Ursprung aufgeklärt worden.