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| IMC Wiki | Hyperkaliämie, Klinik

Hyperkaliämie, Klinik

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Inhaltsverzeichnis:



    (> 5,3 mmol/l):

    Ursachen: #pic#
    Plasmakonzentrationen > 5,3 mmol/l, Hämolyse, Leukozytose, Thrombozytose, Mononukleose (= Pseudohyperkäliämien, Plasmakonzentrationen normal), gesteigerte Aufnahme (z. B. Bluttransfusionen), verminderte Ausscheidung (Niereninsuffizienz), Kaliumaustritt aus der Zelle bei Alkalose, Nebenniereninsuffizienz

    Neuromuskuläre Reaktionen:
    Adynamie, Parästhesien, Erbrechen, Arrhythmien, im EKG: hohe spitze T-Welle, PR-Intervallzunahme, Schenkelblock, AV-Block, QRS-Verlängerung, ST-Streckensenkung, Fibrillieren, Herzstillstand

    Diagnose:
    Plasmaanalysen, EKG, neurologische Untersuchung

    Therapie:
    Initial 10 % Calciumgluconat setzt die kardialen Risiken der Hyperkaliämie herab! Natriumbicarbonat (45 mmol), Glucoseinfusionen mit Insulinzusätzen (10 IE auf 50 g Glucose) Furosemid (Na-Kalium-Austausch im distalen Tubulus), Kationenaustauscher (rektal, oral), Korrektur des pH-Wertes, im Zweifelsfall: Dialyse; laufende EKG-Kontrollen
    Bei der Therapie der gestörten Kaliumhomöostase ist es besonders wichtig, den effektiven (extra- und intrazellulären) Bedarf oder Überschuss zu berücksichtigen. Dieser ist aus der Plasmakaliumkonzentration und dem pH-Wert mit ausreichender Sicherheit zu errechnen.
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