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Hypo- und Hyperglykämie

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Hypoglykämie

Definition

erniedrigter Blutzuckerspiegel unter 40 mg/d
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Ursache

Hypoglykämien bei Diabetikern unter Therapie mit Insulin und/oder oralen Antidiabetika stellen ein häufiges klinisches Problem dar. Deutlich seltener treten Hypoglykämien im Zusammenhang mit anderen Krankheiten auf.
  • meist durch fehlende oder zu geringe Nahrungszufuhr bei gleichbleibender Insulinzufuhr im Rahmen von Erkrankungen oder Mund-Kiefer-Gesichtsbeschwerden bei Diabetikern

Symptome

Glucose ist die einzige Energiequelle für den Gehirnstoffwechsel.
Ist diese Energiezufuhr reduziert, so entwickelt sich recht schnell eine entsprechende Symptomatik:

Sympathoadrenale Aktivierung

Die Anregung des vegetativen Nervensystems äußert sich in unangenehmen, aber ungefährlichen adrenergen Symptomen:
  • Angst
  • Tremor
  • Tachykardien
  • ausgeprägtes Schwitzen
  • Hitzegefühl
  • Nausea
  • Hungergefühl
Neuroglykopenie

Durch die Unterversorgung des Gehirns mit seinem wesentlichen Brennstoff Glukose ergeben sich ernst zu nehmende! neurologische/neuroglukopenische Symptome:
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Sprechstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • ungewöhnliches Verhalten (auch Aggressivität), Verwirrung
  • Krampfanfälle
  • Bewusstseinseintrübung bis Koma
Bei unklarer Bewusstlosigkeit immer auch an eine Hypoglykämie denken (Blutzuckertest durchführen).

Notfallmaßnahmen

Schon im Verdachtsfall ist eine sofortige Gabe von Glucose indiziert, da eine Unterversorgung des Gehirns zu bleibenden Schäden führen kann.
Die Gabe von Glucose führt nicht zu einer dramatischen Verschlechterung, wenn eine Hyperglykämie oder eine andere Erkrankung vorliegt, kann aber eine Hypoglykämie sofort beenden.
  • Bei noch erhaltenem Bewußtsein:
    orale Gabe von Glukose in Form von Traubenzucker
  • bei Bewusstlosigkeit:
    intravenöse Gabe von 5%iger Glucoseinfusion

Hyperglykämie

Ausgeprägte Hyperglykämien sind im Gegensatz zu Hypoglykämien eher selten und treten nicht akut auf. Sie entwickeln sich langsam über Tage.
Ursache ist ein absoluter oder relativer Insulinmangel.
Infekte führen z. B. zu einem erhöhten Insulinbedarf und stellen die häufigste auslösende Ursache für eine Hyperglykämie dar.

Durch den andauernden hohen Blutzuckerspiegel kommt es zu Flüssigkeitsverschiebungen in das Gefäßsystem mit anschließender Ausscheidung über die Nieren. Der Organismus versucht damit, die Zuckerkonzentration zu erniedrigen. Intrazellulär fehlt dadurch Flüssigkeit, und durch die verstärkte Ausscheidung über die Nieren kommt es auch zu einer extrazellulären Austrocknung (Dehydration).

Symptome

  • trockene Haut
  • starker Durst
  • Hypotonie mit Kollapsneigung
  • im weiteren Verlauf Bewusstseinstrübung und Volumenmangelschock

Notfallmaßnahmen

  • intravenöser Zugang und intravenöse Gabe von Vollelektrolytlösung (1000 ml)
  • Parallel Notarzt und Rettungswagen rufen.