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| IMC Wiki | Extremitätenarterienverschlüsse

Extremitätenarterienverschlüsse

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Inhaltsverzeichnis:



    #pic#
    Arteriosklerotische Gefäßverschlüsse und -stenosen der Becken-Bein-Etage mit arteriosklerotischem Aneurysma der A. iliaca communis. Die Blutgefäße sind weiß dargestellt. Es fehlt die Verbindung von oben Mitte (Bauchschlagader) zum linken Bein (im Bild rechts seitlich). Man erkennt unter dem fehlenden Abschnitt den stumpf beginnenden Anschluss der Beinarterie (A. femoralis). Verschlüsse der Extremitätenarterien sind überwiegend Komplikationen der generalisierten Arteriosclerosis obliterans. Rund 42 % betreffen Bauchaorta, Becken- und Beinarterien.

    Lokalisation:
    Verschlüsse und Stenosen können isoliert oder multipel, hoch- oder geringgradig, in ein und demselben Gefäßbezirk vorkommen. Klinisch werden unterschieden:
    chronische Verschlüsse akute Verschlüsse
    isoliert
    kurzstreckig
    multipel
    kurzstreckig
    langstreckig Embolie und Thrombose
    aortoiliakal
    femoropopliteal
    krural
    obere,
    mittlere,
    untere Etage
    mehrere Etagen
    femoro-
    popliteal
    krural
    aortoiliakal
    femoropopliteal
    peripher

    Pathophysiologie:
    Die arterielle Verschlusskrankheit der Extremitäten äußert sich wegen der überwiegenden Versorgung von Muskulatur durch zunehmende Verminderung der Durchblutungsreserve, wodurch die Gewebeversorgung bei Belastung den kritischen Wert überschreitet. Die Belastbarkeit nimmt mit der Einengung der Gefäßstrombahn parallel ab. Daneben führen arteriosklerotische Plaques durch nekrotisches Material oder aufgesetzte Thromben zu peripheren Embolien. Der Gebrauch der befallenen Extremitäten ist bei hochgradigen, langstreckigen und multiplen Verschlüssen hochgradig, bei isolierten leichten Stenosen nur wenig oder nicht eingeschränkt.

    Klinik:
    • Leistungseinschränkung, funktionelle Hyperämie
    • Claudicatio intermittens
    • Schmerzen bei Belastung
    • Dauerschmerzen
    • Weichteilatrophie, Knochenatrophie, Gelenksteife
    • Hautverfärbung und Temperaturabfall
    • Weichteilnekrose
    • Nekroseninfektion
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    Ruhe-Ischämieschmerzen, typische Körperhaltung (Stadium IV), die vier Stadien werden in der Tabelle unten definiert.

    a) hohe Verschlüsse:
    • Belastungsschmerz in Gesäß, Rücken, Hüfte
    • kompletter Pulsausfall des Beines
    • Symptome sonstiger Arterioskleroselokalisationen (z. B. Angina pectoris)
    b) distale Verschlüsse:
    • vorwiegend höhere Altersklassen
    • Puls der A. femoralis erhalten
    • Ischämieschmerzen in Wade oder Fuß
    • relativ geringe Atrophie
    • sichtbare Hautverfärbungen
    • peripherer Pulsausfall
    Diagnostik der Extremitätenarterienverschlüsse:
    • Anamnese
    • klinischer Lokalbefund
    • Pulsstatus
    • Dopplersonographie
    • Angiographie
    Stadien, Lokalisation, Therapie der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit: Stadien der arteriellen Verschlusskrankheit (nach FONTAINE) und lokalisationsbezogene therapeutische Maßnahmen, u. U. im Zusammenwirken mehrerer Disziplinen
    Leitsymptom Stadium I Stadium II Stadium III Stadium IV
    a b a b
    Beschwerdefreiheit          
    Pulsausfall            
    Klaudikation / Dyspraxie > 100 m < 100 m      
    Ruheschmerz            
    Nekrose / Gangrän (G.)       traumatisch hypoxisch
    isolierter Beckentyp     selten III   selten IV b
    Stenose Gehtraining Gehtraining
    (Angioplastie)
    + Aggregationsh.
    Angioplastie,
    Gehtraining,
    vasoaktive Substanzen
    Angioplastie
    + Aggregationsh.
    Angioplastie
    + Aggragationsh.
     
    Verschluss Gehtraining Bypass Bypass
    Y-Prothese
    syst. Fibrinolyse)
    Y-Prothese oder Bypass,
    Atibiotika system. (G.)
     
    isolierter Oberschenkeltyp       selten III selten IV b
    Stenose
    kurzstreckiger Verschluss
    Gehtraining Gehtraining,
    Angioplastie
    (+ lokale Lyse)
    +Aggregationsh.
    Angioplastie
    (+ lokale Lyse)
    +Aggregationsh.
    Angioplastie
    (+ lokale Lyse)
    +Aggregationsh.
    Angioplastie
    (+ lokale Lyse)
    +Aggregationsh.
    Antibiotika i.a. (G.)
     
    langstreckiger
    Verschluss
    Bypass, sonst
    vasoaktive
    Substanzen i.a.
    Bypass, sonst
    vasoaktive
    Substanzen i.a.
    Bypass,
    Antibiotika i.a. (G.)
       
    isolierter peripherer Typ Bein          
      Gehtraining Gehtraining vasoaktive
    Substanzen i.a.
    Hämodilution,
    Fibrinogensenkung
    (Sympathikusblockade)
    femoro-kruraler
    Bypass, Angioplastie,
    vasoaktive Substanzen
    i.a., Fibrinogensenkung
    Hämodilution
    (Sympathikusblockade)
    femoro-kruraler
    Bypass, Angioplastie,
    vasoaktive Substanzen
    i.a., Fibrinogensenkung
    Hämodilution
    Antibiotika i.a. (G.)
     
    Kombinations-(Mehretagen-)
    verschlusstyp
    Becken
    + Oberschenkel
    + peripher
    selten I        
    Stenose
    Verschluss
    kurzstreckig
    Gehtraining Angioplastie
    Bypass
    Angioplastie
    Angioplastie
    Bypass
    Angioplastie
    Angioplastie
    Bypass
    Angioplastie
    Angioplastie
    Bypass
    Angioplastie
     
    langstreckig Bypass
    vasoaktive
    Substanzen
    i.a.
    Bypass
    femoro-kruraler
    Bypass/
    Angioplastie
    vasoaktive
    Substanzen i.a.
    Bypass
    femoro-kruraler
    Bypass/
    Angioplastie
    und/oder
    vasoaktive
    Substanzen i.a.,
    Aggregationsh.
    Bypass
    femoro-kruraler
    Bypass/
    Angioplastie
    vasoaktive
    Substanzen i.a.
    Antibiotika i.a. (G.)
     
    peripherer Typ Arm/Hand          
      Fausschluss-
    übungen,
    Aggregationsh.
    Fausschlussübungen
    vasoaktive Substanzen
    systemisch,
    Hämodilution,
    Fibrinogensenkung;
    Nitroglyzerin lokal
      vasoaktive Substanzen
    systemisch,
    Hämodilution,
    Fibrinogensenkung;
    Nitroglyzerin lokal
    Sympathikolyse
    vasoaktive Substanzen
    systemisch,
    Hämodilution,
    Fibrinogensenkung;
    Nitroglyzerin lokal
    Antibiotika system.
    (Sympathikolyse)
     
    i.a. = intraarteriell

    Therapie der Arterienverschlüsse:
    In Abhängigkeit von den Beschwerden, der Schwere und Lokalisation der Hindernisse wird die Indikation zur Operation gestellt.

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    Die Therapie beginnt mit Gehtraining, durchblutungssteigernden Medikamenten, Gerinnungshemmung, Thrombozytenaggregationshemmstoffe. In späteren Stadien bieten sich eine Reihe interventioneller Verfahren an: Lyse, Ballondilatation, Endarteriektomie (Entfernung der Plaques), die über Katheter durchgeführte Einlage von Stents (Metallmaschenrohre), die bei Verschlüssen in Organen auch als Brücken durch das Parenchym, z. B. der Leber, geeignet sind. Die Sympathikusdurchtrennung (autonomes Nervensystem) bringt nicht viel.

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    Die operative Therapie besteht in der Freilegung der Gefäße, Ausschälung der Engstellen, Protheseninterposition oder Bypass.
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