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| IMC Wiki | Herztrauma

Herztrauma

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Inhaltsverzeichnis:



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Herztraumen sind häufige Ursachen von Herzleistungsstörungen. Sie ereignen sich überwiegend im Straßenverkehr als Dezelerationsunfälle, wobei das Lenkrad zu einer Kompression der vorderen Thoraxwand führt. Sie sind häufig mit Rippenfrakturen, mit oder ohne Pleura- und Lungenverletzungen, Sternumfrakturen, Blutung, Pneumothorax und Wandinstabilität mit Atmungsinsuffizienz verbunden.

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Venendruck und arterieller Blutdruck bei Herztamponade, einer Funktionsstörung infolge einer Blutansammlung im Herzbeutel.
Das Herz selbst ist häufig verletzt:
Commotio cordis: reversibel, kurzfristige Funktionsstörungen, im EKG erkennbar morphologisch ohne Korrelat.
Contusio cordis: Herzwandblutungen, besonders subepikardial und im Myokard, Durchblutungsstörungen, Nekrosen, Ödem, Infarktsymptome, später Fibrose und Narben.
Herzrupturen: vorwiegend Endokard, Herzklappen, Papillarmuskel- und Sehnenabrisse. Schwere, oft rasch tödliche, sich schnell entwickelnde Herzinsuffizienz oder Rupturen der Herzwand mit Perikardtamponade und schnell einsetzenden Schocksymptomen.

Tamponadevolumen bis 100 ml oft stumm, 150 bis 200 ml schlagartig symptomatisch:
Auswurfvolumen ↓
Herzzeitvolumen ↓
Tachykardie ↑
Blutdruck ↓
Venendruck ↑
Vasokonstriktion ↑
Halsvenen ↑
EKG: Niedervoltage, Veränderungen des Kammerkomplexes, Herztöne leise
Dyspnoe
Symptome der sonstigen Thoraxverletzungen
Enzyme SGOT ↑, LDH ↑

Nach abgelaufenen schweren Kontusionen und breiten Narbenfeldern kommt es viel fach zu Spätperforation.

Diagnose
Aus Anamnese und Befund sowie klinischen Zeichen des frontalen Thoraxtraumas ergeben sich Verdachtsmomente. Die Diagnose der Herztamponade wird alleine aus dem stark erhöhten Venendruck gestellt.

Therapie
Ansprechbare, leicht kranke Patienten gehören ausnahmslos in die Intensivobservation. Die Verletzungsfolgen werden bei Befundverschlechterung notfallmäßig durch Herzkatheter geklärt. Schwerkranke werden intubiert, beatmet und schnellstmöglich in eine Thorax- oder besser Herzchirurgische Abteilung eingewiesen.

- bi Verdacht auf Herztamponade: Probepunktion
- bei Pneumothorax: Pleurapunktion, Schocktherapie
- bei bedrohlichen Rhythmusstörungen: Elektrostimulation, Freilegung des Herzens, Versorgung der Verletzungsfolgen
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Penetrierende Verletzungen

Überwiegend Stich- oder Schussverletzungen. Die Diagnose ist meistens unproblematisch. Lokalisation und Symptomatik der Herztamponade weisen den Weg. Penetrierende Verletzungen führen in wenigen Minuten zum Tod, sofern das Blut freien Abfluss hat. Bei geschlossenem Perikard entwickelt sich eine Tamponade, welche das Überleben oft stundenlang ermöglicht. Die Therapie besteht in der Herzwandnaht.